Kirchliche Neuordnung im Westen Wuppertals: Gemeinden schließen sich zu neuer Pfarrei zusammen

Norbert Sdunzik/CCA


Die katholischen Gemeinden im Westen Wuppertals bereiten eine strukturelle Neuausrichtung vor. Der Seelsorgebereich Wuppertaler Westen sowie die Pfarreien St. Laurentius und Herz Jesu haben sich dazu entschlossen, künftig im Rahmen einer „Pastoralen Einheit“ zu einer gemeinsamen Pfarrei zu verschmelzen. Ein konkreter Termin für die formale Umsetzung der Fusion steht derzeit noch aus.

Die neu entstehende Pfarrei wird sämtliche Rechtsnachfolge der bisherigen Kirchengemeinden in dem betroffenen Gebiet übernehmen, das sich geografisch von Vohwinkel über Elberfeld bis hin zum Dönberg erstreckt. Ziel der Fusion ist es, die kirchlichen Strukturen langfristig zu stärken, Ressourcen effizienter zu nutzen und das kirchliche Leben im Stadtgebiet nachhaltig zu gestalten.

Die Entscheidung zur Zusammenführung wurde nach umfangreichen Beratungen in den beteiligten Gremien getroffen. Neben Pfarrgemeinderäten und Kirchenvorständen waren auch die Seelsorgeteams eng in den Prozess eingebunden. Besonderer Wert wurde dabei auf die Beteiligung engagierter Gemeindemitglieder gelegt. Die Zustimmung aller Gremien erfolgte nach einem intensiven Abstimmungsprozess.

Der Zusammenschluss ist Teil des Diözesanprojekts „#ZusammenFinden“, das im Erzbistum Köln eine umfassende Neuordnung der pastoralen Strukturen zum Ziel hat. Im Rahmen dieses Prozesses sollen bis zum Jahr 2032 insgesamt 178 bisherige Seelsorgebereiche in 67 größere Einheiten überführt werden. Damit reagiert das Erzbistum auf den anhaltenden Rückgang personeller und finanzieller Ressourcen innerhalb der Kirche.

Stadtdechant Dr. Bruno Kurth, der zugleich leitender Pfarrer der beteiligten Gemeinden ist, betont die strategische Bedeutung der geplanten Fusion. Ziel sei es, vorhandene Kräfte zu bündeln, die Vielfalt der Gemeindekulturen zu erhalten und das Glaubensleben unter veränderten Rahmenbedingungen gemeinsam weiterzuentwickeln. Die geplante Einheit solle zugleich Ausdruck einer vernetzten und solidarischen Pastoral in einem sich wandelnden kirchlichen Umfeld sein.

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