Zahlreiche Einsätze zum Jahreswechsel: Feuerwehr und Polizei in Wuppertal stark gefordert

Daniel H/CCA


Wuppertal – Die Silvesternacht ist in Wuppertal insgesamt ruhig verlaufen, stellte die Einsatzkräfte jedoch vor eine hohe Arbeitsbelastung. Polizei und Feuerwehr verzeichneten bis in die frühen Morgenstunden zahlreiche Einsätze, vor allem wegen Bränden und feuerwerksbedingter Vorfälle.
Nach Angaben der Polizei kam es zu insgesamt 265 Einsätzen, die Feuerwehr rückte 237-mal aus. Die Lage entsprach damit in Umfang und Verlauf einem durchschnittlichen Jahreswechsel. Schwere Ausschreitungen oder gezielte Angriffe auf Einsatzkräfte blieben aus.
Bereits am späten Abend des 31. Dezember wurde die Feuerwehr gegen 22.50 Uhr zu einem Wohn- und Geschäftsgebäude an der Wichlinghauser Straße gerufen. In einem Keller war aus bislang ungeklärter Ursache ein Feuer ausgebrochen. Die starke Hitze führte dazu, dass Fensterscheiben in den Geschäftsräumen platzten. Eine Person wurde aus dem Gebäude gerettet, Verletzte gab es nicht. Rund 65 Einsatzkräfte von Berufsfeuerwehr, Freiwilliger Feuerwehr und Rettungsdienst waren zeitweise im Einsatz. Nach etwa drei Stunden war der Brand gelöscht, die Ermittlungen zur Ursache dauern an.
Kurz darauf, gegen 22.57 Uhr, brannte es in einer Wohnung eines Mehrfamilienhauses an der Gewerbeschulstraße. Nach bisherigen Erkenntnissen war ein gezündeter Böller in die Wohnung gelangt und hatte Mobiliar in Brand gesetzt. Da sich niemand in der Wohnung aufhielt, wurde auch hier niemand verletzt.
Mehrfach wurde die Polizei im Laufe der Nacht wegen mutmaßlich illegaler Feuerwerkskörper alarmiert. Größere Funde oder besondere Vorkommnisse wurden dabei jedoch nicht festgestellt.
Die Feuerwehr meldete zwischen 19 Uhr und 1.45 Uhr insgesamt 27 Brandeinsätze, überwiegend handelte es sich um kleinere Entstehungs- und Müllbrände. Parallel wurden 42 Einsätze im Rettungsdienst gefahren. In mindestens einem Fall führten schwere Verletzungen durch Feuerwerkskörper zu einem Transport in eine Spezialklinik.
Ein weiterer größerer Brand ereignete sich gegen 2.20 Uhr in einem Hochhaus am Mastweg. Im siebten Obergeschoss stand ein Balkon in Flammen, die Hitze ließ Fensterscheiben einer angrenzenden Wohnung bersten. Die Feuerwehr konnte den Brand rasch unter Kontrolle bringen. Personen kamen nicht zu Schaden, die betroffene Wohnung ist jedoch vorerst unbewohnbar.
Bis zum Morgen zog die Feuerwehr eine vorläufige Bilanz: Insgesamt wurden 38 Brandeinsätze gezählt, darunter sieben Brände in Wohnungen oder Gebäuden. Verletzte gab es dabei nicht, einige Bewohner konnten jedoch nicht in ihre Wohnungen zurückkehren und mussten anderweitig untergebracht werden. Hinzu kamen 27 technische Hilfeleistungen sowie 172 Einsätze im Rettungsdienst.
Ein Großteil der Rettungsdiensteinsätze stand in direktem Zusammenhang mit den Silvesterfeierlichkeiten. In drei Fällen wurden Feuerwehr und Rettungsdienst bei Einsätzen mit Pyrotechnik beworfen, ohne dass Einsatzkräfte verletzt wurden.
Die Berufsfeuerwehr wurde in der Silvesternacht von zahlreichen ehrenamtlichen Kräften der Freiwilligen Feuerwehren und der Hilfsorganisationen unterstützt.

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