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Der Wuppertaler Zoo hat sich von einem besonderen Bewohner verabschiedet: Bonobo Mato wurde im Alter von fast 62 Jahren eingeschläfert. Das Tier galt nach Angaben des Zoos als das weltweit älteste seiner Art, das in einem Zuchtbuch verzeichnet war.
Langes Leben mit gesundheitlichen Problemen
Mato kam im Dezember 1963 im Frankfurter Zoo zur Welt und lebte seit 1988 in Wuppertal. In den vergangenen Jahren litt der Menschenaffe zunehmend unter gesundheitlichen Einschränkungen. Dazu zählten eine ausgeprägte Hüftarthrose sowie eine altersbedingte Herzschwäche, die eine tägliche Behandlung mit Schmerzmitteln erforderlich machten. In den letzten Wochen verschlechterte sich sein Zustand spürbar. Schließlich entschieden die Verantwortlichen nach tierärztlicher Beratung, ihn einzuschläfern, um weiteres Leiden zu vermeiden.
Bedeutung für die Nachzucht
Während seines langen Lebens hinterließ Mato auch genetische Spuren: Vier seiner direkten Nachkommen leben heute in den Zoos von Berlin, Köln, Leipzig sowie im belgischen Planckendael.
Artenschutz und Bedrohung in freier Wildbahn
Bonobos sind in der Natur ausschließlich in der Demokratischen Republik Kongo verbreitet. Die Weltnaturschutzunion stuft sie als stark gefährdet ein. Ihre durchschnittliche Lebenserwartung in zoologischen Einrichtungen liegt nach Einschätzung von Experten bei rund 50 Jahren, während über die Lebenserwartung in freier Wildbahn bislang nur wenige gesicherte Daten vorliegen.
Mato übertraf diese Erwartungen deutlich und schrieb damit ein Stück Zoogeschichte.
