Wuppertal. Die geplanten Einsparungen des Landes Nordrhein-Westfalen an den Hochschulen stoßen auf breiten Widerstand. Nach dem Willen der Landesregierung sollen die Universitäten insgesamt rund 150 Millionen Euro weniger erhalten. Zehn Hochschulen, darunter auch die Bergische Universität Wuppertal, haben sich in einer gemeinsamen Resolution gegen die Kürzungspläne ausgesprochen. Die Senate warnen darin vor erheblichen Folgen für Forschung, Lehre und die Innovationskraft des Landes.
Nach Angaben der Wuppertaler Universitätsleitung würde eine Kürzung der Finanzmittel um etwa 5,7 Millionen Euro erhebliche Auswirkungen auf den Lehr- und Forschungsbetrieb haben. Bereits jetzt werde versucht, Kosten zu senken – etwa durch geringere Anmietung externer Gebäude und interne Umstrukturierungen. Dennoch ließen sich die Einsparungen in diesem Umfang nicht kompensieren.
Sollten die geplanten Maßnahmen umgesetzt werden, müssten in mehreren Fachbereichen Professorenstellen und zugehörige Mitarbeiterstellen gestrichen werden. Die Hochschulleitung sieht dadurch sowohl die Qualität der akademischen Ausbildung als auch die Rolle der Universität als Innovationsmotor und Fachkräftezentrum gefährdet.
Auch Vertreter aus der Fakultät für Geistes- und Kulturwissenschaften betonen, dass die Kürzungen bestehende strukturelle Probleme weiter verschärfen würden. Veraltete technische Ausstattung und eingeschränkte Lehrbedingungen stünden im Widerspruch zu den Bemühungen, Studierende für den Standort Wuppertal zu gewinnen.
Der nordrhein-westfälische Landtag soll im November über die geplanten Einsparungen entscheiden. Studierendenvertretungen bereiten für den 5. November eine Demonstration vor dem Landtag in Düsseldorf vor, um gegen die Kürzungen zu protestieren und auf die Bedeutung einer auskömmlichen Hochschulfinanzierung hinzuweisen.