Wuppertal/Berlin. Die SPD-Fraktion im Bundestag bekennt sich bei der geplanten Neuregelung des Wehrdienstes eindeutig zur Freiwilligkeit. Nach Angaben des Wuppertaler Bundestagsabgeordneten Helge Lindh soll der Dienst an der Waffe ausschließlich auf freiwilliger Basis erfolgen. Ziel sei es, mehr Menschen für den militärischen Dienst zu gewinnen, ohne eine Pflichtverpflichtung einzuführen.
Die Union hingegen spricht sich für eine sogenannte Bedarfswehrpflicht aus, die auf einem Losverfahren beruhen soll. Sie wirft Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius vor, den zuvor erarbeiteten gemeinsamen Entwurf von SPD und CDU blockiert zu haben. Hintergrund ist der Vorschlag des Ministers, bundesweite Musterungen einzuführen – ein Punkt, der im bisherigen Kompromiss nicht vorgesehen war.
Damit setzt sich innerhalb der Regierungs- und Oppositionsparteien die Debatte um die künftige Ausgestaltung des Wehrdienstes fort.
SPD setzt beim neuen Wehrdienst auf Freiwilligkeit
Wtotal/CCA