Wuppertaler Literaturhaus startet in den Spätsommer mit vielfältigem Programm

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Das Literaturhaus Wuppertal präsentiert ab Ende August ein breit gefächertes Veranstaltungsangebot für Literaturinteressierte. Unter der Leitung von Vorsitzendem Matthias Rürup hat das Team ein Programm zusammengestellt, das Lesungen, Premieren und besondere Begegnungen umfasst.

Dritte Ausgabe von „Gegenlesen“
Den Auftakt bildet am Donnerstag, 28. August, um 19.30 Uhr die dritte Veranstaltung der Reihe „Gegenlesen“. Austragungsort ist erneut die „Insel“ an der Wiesenstraße 6. In diesem Format stellen Autorinnen und Autoren ihre aktuellen Werke vor und geben Einblicke in deren Entstehung.

Die Düsseldorfer Schriftstellerin Dorothee Krings präsentiert ihren Debütroman Tage aus Glas, der im Jahr 1901 angesiedelt ist. Vor dem Hintergrund eines langanhaltenden Streiks der Arbeiter der Gerresheimer Glashütte erzählt sie die Geschichte zweier Frauen aus unterschiedlichen sozialen Milieus. Emily Marie Lara, nach Aufenthalten in Großbritannien und Berlin in ihre Heimatregion zurückgekehrt, liest aus ihrem Roman Nowhere Heart Land. Die Protagonistin Rosa reist darin von London nach Wuppertal und begibt sich auf die Suche nach Antworten zu prägenden Erlebnissen ihrer Vergangenheit. Wolfgang Schiffer, langjähriger Redakteur und Übersetzer isländischer Literatur, stellt seinen Gedichtband Ich höre dem Regen zu vor, in dem Erinnerungen an die Kindheit und Reflexionen über Krieg und Gewalt in verdichteter Form thematisiert werden.

Premierenlesung von Hanns-Josef Ortheil
Am Dienstag, 9. September, folgt um 19.30 Uhr in der Historischen Stadthalle die Premierenlesung des neuen Romans Schwebebahnen von Hanns-Josef Ortheil. Die Veranstaltung wird in Kooperation mit dem Luchterhand Literaturverlag ausgerichtet und von Denis Scheck moderiert. Ortheil verarbeitet darin autobiografische Erlebnisse aus Kindheit und Jugend in Wuppertal, verknüpft mit prägenden Orten wie dem Zoo, dem Stadion und der Schwebebahn. Der Roman zeichnet zugleich ein Bild der deutschen Nachkriegsgesellschaft und erzählt die Entwicklung eines zunächst verschlossenen Jungen, der durch Sprache und Fantasie zu neuen Ausdrucksformen findet.

Lesung mit musikalischer Begleitung in der Alten Synagoge
Am Donnerstag, 11. September, um 19 Uhr findet in der Begegnungsstätte Alte Synagoge, Genügsamkeitsstraße, eine weitere besondere Veranstaltung statt. Unter dem Titel Von Hängen fallen lesen Achim Stegmüller und Anja Liedtke aus ihrer gemeinsamen Meraner Sammlung. Die Texte entstanden während eines Aufenthalts im August 2022 in Meran im Rahmen des Franz-Edelmaier-Residenz-Stipendiums für Literatur und Menschenrechte. Während Liedtke aus Bochum anreiste, kam Stegmüller aus Kyoto. Die literarischen Arbeiten spiegeln ihre individuellen Perspektiven auf die Stadt und deren Atmosphäre wider. Musikalisch begleitet wird die Lesung von der Cellistin Annette Rettich.

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