Wuppertal verbessert Angebot an öffentlichen Toiletten

von Daniel Dragon

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Ein neues Konzept zur Standortplanung öffentlicher Toiletten nimmt in Wuppertal Gestalt an. Jana Verhülsdonk, zuständig für Projekt- und Prozessmanagement im Geschäftsbereich Stadtentwicklung, Bauen und Mobilität, zieht nach 100 Tagen eine erste positive Bilanz. Ihr Ziel ist es, das städtische Angebot an öffentlichen Toiletten räumlich und qualitativ auszubauen.

Bestandsaufnahme als Grundlage für Verbesserungen

Ein zentraler Bestandteil des Vorhabens ist eine umfassende Bestandsaufnahme der bestehenden Toilettenstandorte. Dabei werden nicht nur die aktuellen Kapazitäten analysiert, sondern auch die Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger sowie der Besucherinnen und Besucher der Stadt in den Mittelpunkt gestellt. Auf Basis dieser Daten werden Empfehlungen für mögliche Neubauten oder Sanierungen entwickelt.

Erste Maßnahmen umgesetzt

Bereits jetzt konnten erste konkrete Schritte unternommen werden, um dem steigenden Bedarf an öffentlichen Toiletten zu begegnen:

Erweiterung der Nutzungsmöglichkeiten: Toiletten in öffentlichen Einrichtungen wie Bibliotheken, dem Einwohnermeldeamt und der Bergischen Volkshochschule stehen künftig auch externen Besucherinnen und Besuchern während der Öffnungszeiten zur Verfügung.

Digitale Erfassung von Standorten: Bestehende und neue Standorte wurden in die digitale Stadtkarte integriert. Langfristig ist eine eigenständige Toilettenkarte geplant, die detaillierte Informationen zu den einzelnen Standorten bereitstellt.

Neubau im Deweerthschen Garten: Noch in diesem Jahr beginnt der Bau einer barrierefreien, selbstreinigenden Unisex-Toilette.

Zusammenarbeit mit Unternehmen: Entlang der Nordbahntrasse werden Gespräche mit ansässigen Unternehmen geführt, um mögliche Standorte für öffentliche Toiletten zu identifizieren. Ein Pilotprojekt soll bereits im kommenden Sommer starten.

Verbesserungen am Wupperpark Ost: Auch hier laufen Gespräche, um die derzeitige Toilettensituation zu optimieren.

Prüfung der „Netten Toilette“: Das Modell, bei dem sich gastronomische Betriebe verpflichten, ihre Toiletten für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen, wird erneut auf seine Umsetzbarkeit geprüft.


Um eine langfristig tragfähige Lösung für Wuppertal zu entwickeln, werden neben der Verwaltung auch politische Gremien und die Bezirksvertretungen in den weiteren Planungsprozess eingebunden. Ziel ist es, die Stadt flächendeckend mit gut erreichbaren und modernen öffentlichen Toiletten auszustatten, um sowohl die Aufenthaltsqualität als auch die Barrierefreiheit im öffentlichen Raum zu verbessern.

Mit diesen Maßnahmen setzt Wuppertal einen wichtigen Schritt in Richtung einer besseren städtischen Infrastruktur und reagiert auf die wachsenden Bedürfnisse der Bevölkerung.

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