Wuppertal lehnt Einführung der Bezahlkarte für Geflüchtete ab

Wtotal/CCA



Die geplante Einführung einer Bezahlkarte für Geflüchtete in Wuppertal wird nach aktuellem Stand voraussichtlich nicht umgesetzt. Eine entsprechende Vorlage der Stadtverwaltung soll in zwei Wochen im Rat beraten werden; zuvor befassen sich mehrere Fachausschüsse mit dem Thema.

Die Verwaltung rät von der Bezahlkarte ab und verweist auf einen erheblichen zusätzlichen Verwaltungsaufwand. Nach interner Einschätzung würde die Umsetzung umfangreiche Umstrukturierungen erfordern, die das bereits stark belastete Ressort Zuwanderung und Integration weiter beanspruchen würden. Ein praktischer Nutzen sei nicht erkennbar.

Wuppertal verfolgt seit Jahren das Ziel, Geflüchtete möglichst zügig in eigenen Wohnungen unterzubringen und ihnen frühzeitig ein Girokonto zu ermöglichen. Diese Praxis gilt als entscheidend für eine selbstständige Lebensführung und als grundlegende Voraussetzung für eine erfolgreiche Integration. Nach Ansicht der Verwaltung würden die mit der Bezahlkarte verbundenen Einschränkungen diese etablierten Integrationsschritte erschweren.

Auch für die Betroffenen selbst sieht die Stadt keine Vorteile. Eine Umstellung auf das neue System brächte demnach keinen Mehrwert, sondern könnte bereits erreichte Fortschritte in der Integrationsarbeit beeinträchtigen.

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