Wuppertal. Die Gebühren für das Bewohnerparken in Wuppertal bleiben vorerst unverändert. Ein Antrag von Bündnis 90/Die Grünen und dem Linken Bündnis Wuppertal, der eine gestaffelte Erhöhung der Parkgebühren in Abhängigkeit von der Fahrzeuglänge vorsah, fand im Verkehrsausschuss des Stadtrats keine Mehrheit. Die bestehenden Jahresgebühren von 30 Euro bleiben somit bestehen.
In Wuppertal gibt es insgesamt 52 Bewohnerparkgebiete, die für Anwohner mit einem entsprechenden Parkausweis reserviert sind. Trotz der Berechtigung zum Parken ist damit jedoch kein Anspruch auf einen bestimmten Parkplatz verbunden. Seit der Einführung des Bewohnerparkens in den 1990er-Jahren sind die Gebühren nicht angepasst worden. Bundesweit war der Maximalbetrag bis 2020 auf 30,70 Euro gedeckelt, bis diese Begrenzung aufgehoben wurde. Seither haben verschiedene Städte ihre Gebühren deutlich angehoben. So verlangt Bonn mittlerweile 360 Euro pro Jahr, während in Münster 260 Euro jährlich fällig sind.
Köln hat zum 1. März 2025 ein gestaffeltes Modell eingeführt, das sich an der Fahrzeuglänge orientiert. Durchschnittliche Pkw zahlen dort nun 100 Euro jährlich, während längere Fahrzeuge eine höhere Gebühr entrichten. Ein ähnlicher Vorschlag wurde auch für Wuppertal eingebracht: Fahrzeuge bis 4,10 Meter sollten 40 Euro pro Jahr kosten, längere Fahrzeuge 70 bis 100 Euro.
Die Befürworter der Staffelung argumentierten, dass größere Fahrzeuge mehr öffentlichen Parkraum beanspruchen und die Erhöhung daher eine gerechtere Verteilung der Flächen begünstige. Dennoch scheiterte der Vorstoß im Verkehrsausschuss deutlich: Zwölf Mitglieder lehnten die Änderung ab, nur vier stimmten dafür.
Vertreter von SPD und CDU plädierten dafür, die Diskussion zur Bewohnerparkgebührenerhöhung erst nach Fertigstellung des städtischen Parkraumkonzepts fortzuführen. Einzelne Maßnahmen wären aktuell nicht zielführend, sondern sollten in einem umfassenden Konzept gebündelt werden. Damit bleibt Wuppertal vorerst bei der bisherigen Regelung.
Wuppertal: Keine Erhöhung der Bewohnerparkgebühren beschlossen
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