Auf dem südöstlichen Gelände des früheren Güterbahnhofs Heubruch schreiten die Arbeiten weiter voran. Entlang der Nordbahntrasse haben Baumaschinen mit vorbereitenden Maßnahmen begonnen, wie die Stadtverwaltung bestätigt. Während der erste Bauabschnitt auf der gegenüberliegenden Seite zur Münzstraße inzwischen weitgehend abgeschlossen ist und bereits von Mietern genutzt wird, rückt nun die Entwicklung des Areals Richtung Wuppermannstraße und Zur Scheuren in den Fokus. Dort sollen weitere Wohngebäude entstehen, deren Baubeginn jedoch noch von einer ausstehenden Förderzusage abhängt.
Planung für rund 80 weitere Wohnungen
Der Leverkusener Projektentwickler Teamrheinruhr plant auf dem südöstlichen Teil des Areals den Bau von 78 Mietwohnungen. Das Vorhaben basiert auf öffentlicher Wohnraumförderung, die derzeit etwa 60 Prozent der Kosten abdeckt. Der Bauantrag wurde bereits eingereicht. Das Unternehmen rechnet mit einer Bewilligung der Fördermittel im März kommenden Jahres und strebt einen früheren Entscheid an, um Planungssicherheit zu gewinnen.
Bei einem planmäßigen Verlauf könnte der Baustart im April 2026 erfolgen. Die Arbeiten sollen rund zwei Jahre dauern. Den Auftrag für die bauliche Umsetzung erhält erneut die Rotterdam Bau Gruppe aus Langenfeld, die bereits den ersten Abschnitt verantwortete. Die langjährige Zusammenarbeit beider Unternehmen wird fortgesetzt.
Quartiersspielplatz, Kita und Gewerbe geplant
Neben den Wohngebäuden sollen im neuen Quartier weitere Einrichtungen entstehen. Vorgesehen sind unter anderem eine kleine Bäckerei sowie eine Kindertagesstätte, für die sich Teamrheinruhr bereits mit einem potenziellen Betreiber abstimmt.
Die Stadt plant zudem einen rund 3000 Quadratmeter großen Quartiersspielplatz. Dieser soll am südlichen Rand des Geländes auf einem unbebauten Felsvorsprung nahe der Hochhaussiedlung Krautsberg entstehen. Über neue Wege soll er direkt an die Nordbahntrasse angebunden werden. Der Platz soll nicht nur den künftigen Bewohnern des Quartiers dienen, sondern auch für Anwohner der Barmer Innenstadt und umliegender Stadtteile nutzbar sein.
Hintergrund: Entwicklung des ehemaligen Bahnhofsareals
Der frühere Bahnhof Heubruch spielte aufgrund seiner Höhenlage an der Rheinischen Strecke eine größere Rolle im Güterverkehr als im Personenverkehr. Er diente unter anderem der Versorgung der Konsumgenossenschaft Vorwärts an der Münzstraße.
Die Unternehmen Teamrheinruhr und Ten Brinke erwarben die Flächen einst von der Bahnflächen-Entwicklungsgesellschaft Aurelis. Auf dem insgesamt 5,5 Hektar großen Gelände entstehen in der Summe rund 300 Wohneinheiten, geplant als Geschosswohnungsbauten und Reihenhäuser. Die Entwicklung zählt aktuell zu den größten städtebaulichen Projekten im Umfeld der Barmer Innenstadt.