Wuppertal entscheidet über mögliche Rolle bei Olympiabewerbung

von Daniel Dragon
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Die Stadt Wuppertal lässt ihre Einwohner über eine Beteiligung an der geplanten Olympia- und Paralympicsbewerbung der Region KölnRheinRuhr abstimmen. Der Ratsbürgerentscheid findet als reine Briefwahl statt und endet am 19. April. Eine Mitwirkung soll nur erfolgen, wenn dafür eine klare Unterstützung aus der Stadtgesellschaft besteht.
Nach den bisherigen Planungen könnte Wuppertal mit zwei bestehenden Anlagen Teil des Konzepts werden. Das Stadion am Zoo ist als Austragungsort für Fußballspiele vorgesehen, während die Schwimmoper als Trainingsstätte sowie für Wasserball-Wettbewerbe genutzt werden könnte. Das Gesamtkonzept setzt bewusst auf bereits vorhandene Sportstätten, um Neubauten und Flächenverbrauch zu begrenzen.
Nur für die zentrale Leichtathletik-Arena mit olympischem Dorf ist ein Neubau geplant, der in Köln entstehen soll. Nach den Spielen ist dort die Entwicklung eines neuen Stadtquartiers vorgesehen. Ein Großteil der Wettbewerbe könnte innerhalb eines Radius von rund 40 Kilometern stattfinden, was kurze Wege für Athleten, Zuschauer und Organisation ermöglichen soll.
Die Verantwortlichen erwarten von einer Austragung Impulse für Infrastruktur, nachhaltige Mobilität und Sportentwicklung. Investitionen, die ohnehin anstehen, könnten beschleunigt werden. Zudem werden positive Effekte für Tourismus, Handel und Gastronomie sowie für Vereins- und Jugendsport gesehen. In Nordrhein-Westfalen sind mehrere Millionen Menschen in Sportvereinen organisiert, was als günstige Voraussetzung für ein breites Zuschauerinteresse gilt.
Begleitend zum Bürgerentscheid startet Ende März eine Informationskampagne mit Veranstaltungen und öffentlichkeitswirksamen Aktionen. Lokale Institutionen aus Sport und Stadtmarketing unterstützen die Initiative organisatorisch und inhaltlich.
Die Kosten des Bürgerentscheids werden auf etwa 400.000 Euro veranschlagt. Den Großteil davon soll das Land Nordrhein-Westfalen tragen, sodass die Stadt finanziell nur begrenzt belastet wird.
Ob die Bewerbung der Region tatsächlich ins internationale Rennen geht, entscheidet sich auf nationaler Ebene: Der Deutscher Olympischer Sportbund will im September festlegen, welche deutsche Kandidatur für mögliche Sommerspiele der Jahre 2036, 2040 oder 2044 eingereicht wird. Mit dem Votum im April klärt Wuppertal vorab seine eigene Rolle in diesem Verfahren.

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