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Wuppertal.
Die Bergische VHS lädt am Donnerstag, 26. Februar, zu einem archäologischen Vortrag in ihre Räumlichkeiten in Elberfeld ein. Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr und widmet sich der historischen und wissenschaftlichen Einordnung mumifizierter menschlicher und tierischer Überreste.
Unter einer Mumie werden Körper verstanden, deren Gewebe durch besondere physikalische oder chemische Bedingungen so konserviert wurde, dass der natürliche Zersetzungsprozess weitgehend ausbleibt und die äußere Form erhalten bleibt. In der archäologischen Fachsprache wird der Begriff im deutschsprachigen Raum jedoch zunehmend zurückhaltend verwendet, da er stark mit altägyptischen Funden assoziiert ist und andere kulturelle Kontexte leicht überdeckt.
Darüber hinaus wird die Bezeichnung auch aus ethischen Gründen diskutiert. Einige Museen und Forschungseinrichtungen sehen in dem aus der Kolonialzeit geprägten Begriff eine unzureichend respektvolle Benennung menschlicher Überreste und bemühen sich um eine differenziertere Terminologie.
Der Archäologe Jörg Scheidt zeichnet in seinem Vortrag die Entwicklung des wissenschaftlichen Umgangs mit solchen Funden nach und erläutert, wie sich Deutung, Präsentation und Bewertung im Laufe der Zeit verändert haben.
Die Veranstaltung findet im Gebäude der Bergischen VHS an der Auer Schulstraße 20 statt und dauert voraussichtlich bis 20.30 Uhr. Der Eintritt ist frei; Besucher können im Sinne eines freiwilligen Beitrags selbst über die Höhe ihrer Spende entscheiden.
