Wuppertal – Die Mehrheit der Unternehmen in der Region zeigt sich gegenüber der Einführung einer Vier-Tage-Woche weiterhin skeptisch. Das geht aus einer Erhebung der Industrie- und Handelskammer (IHK) Wuppertal-Solingen-Remscheid hervor, die Ende 2023 durchgeführt wurde. Seither hat sich die Haltung in der regionalen Wirtschaft laut IHK nicht wesentlich verändert.
Von den mehr als 400 befragten Betrieben sprachen sich knapp 60 Prozent grundsätzlich gegen eine Verkürzung der Arbeitswoche bei gleichbleibender Wochenarbeitszeit oder vollem Lohnausgleich aus. Lediglich 13 Prozent der teilnehmenden Unternehmen hatten zum Zeitpunkt der Befragung bereits ein entsprechendes Modell eingeführt.
Die restlichen Unternehmen äußerten sich offen für eine Vier-Tage-Woche, sofern bestimmte betriebliche Rahmenbedingungen erfüllt seien. Als mögliche Vorteile nannten sie unter anderem eine größere Flexibilität für Beschäftigte sowie eine potenziell höhere Mitarbeiterzufriedenheit.
Kritisch äußerten sich vor allem Unternehmen, die in der Einführung des Modells eine weitere Verschärfung des bestehenden Fachkräftemangels befürchten. Sie sehen die Gefahr, dass reduzierte Arbeitszeiten zu einer geringeren personellen Verfügbarkeit führen und die betriebliche Leistungsfähigkeit beeinträchtigen könnten.
Vier-Tage-Woche stößt bei Unternehmen in der Region weiterhin auf Zurückhaltung
{{count}} Kommentare aus unserer App. Hier kostenlos downloaden.
{{comment.user.name}}
{{comment.text}}