Streit um geplanten Pocket-Park in Wuppertaler Südstadt: Anwohner kritisieren Wegfall von Parkplätzen

von Daniel Dragon
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Wuppertal – Der Umbau einer Grünfläche an der Kölner Straße sorgt für deutliche Spannungen zwischen Stadtverwaltung und Anwohnerschaft. Der geplante Pocket-Park soll für mehr Aufenthaltsqualität sorgen, doch zwei entfallende Parkplätze stehen im Mittelpunkt der Kritik.

Im Zuge der geplanten Umgestaltung der in die Jahre gekommenen Grünfläche an der Kölner Straße / Ecke Westernstraße beabsichtigt die Stadt Wuppertal, das Areal zu einem sogenannten Pocket-Park umzubauen. Ziel ist es, für rund 150.000 Euro eine attraktivere, grünere und sicherere Fläche zu schaffen. Die Vorstellung des Vorhabens durch Vertreter der Stadt traf jedoch auf deutlichen Widerstand aus der Anwohnerschaft.

Bei der Informationsveranstaltung am Donnerstagabend stellten Bezirksbürgermeister Thomas Kring sowie Alexander Richter und Ben Zemke vom städtischen Grünflächenamt die Pläne im Detail vor. Das Konzept sieht unter anderem neue Wegeverbindungen, barrierefreie Zugänge, Sitzmöglichkeiten sowie Sportgeräte vor. Die bislang stark versiegelte Fläche soll weitgehend entsiegelt und durch Begrünung ökologisch aufgewertet werden. Ein zentrales Anliegen der Stadt ist es zudem, die Fläche besser einsehbar zu gestalten, um das Sicherheitsgefühl zu erhöhen.

Der Umbau stößt jedoch auf erhebliche Vorbehalte – vor allem, weil im Zuge der Maßnahmen zwei bestehende Parkplätze entfallen würden, um dort neue Bäume zu pflanzen. Rund 30 Anwohnerinnen und Anwohner machten bei der Veranstaltung deutlich, dass sie diesen Wegfall als erhebliche Einschränkung empfinden. Insbesondere aufgrund der ohnehin angespannten Parksituation im Viertel wird der geplante Eingriff als unverhältnismäßig bewertet. Neben den Anwohnern nutzen laut ihren Angaben auch Bahntouristen, Innenstadtbesucher sowie Mitarbeitende umliegender Einrichtungen die vorhandenen Stellplätze. Der zusätzliche Verlust zweier Parkmöglichkeiten werde als Belastung wahrgenommen.

Die Kritik der Anwesenden richtete sich weniger gegen die Aufwertung der Grünfläche selbst als vielmehr gegen die ihrer Ansicht nach fehlende Kompromissbereitschaft der Stadtverwaltung. Es wurde unter anderem angeregt, die geplanten Bäume in das Innere des Parks oder an alternative Standorte wie vor der Stadthalle zu verlegen. Auch die Einführung eines Anwohnerparkkonzepts wurde diskutiert, allerdings mit Skepsis gegenüber möglichen Gebührenregelungen.

Obwohl einzelne Teilnehmende dem gestalterischen Konzept des neuen Parks grundsätzlich positiv gegenüberstanden, überwog insgesamt die Ablehnung aufgrund der Parkplatzsituation. Im Verlauf des Abends verlagerte sich der Fokus der Veranstaltung zunehmend weg von den gestalterischen Aspekten hin zu einer intensiven Diskussion über das generelle Parkraumkonzept im Viertel.

Die Stadt hält trotz der geäußerten Bedenken an ihren Plänen fest. Die Verwaltung verweist auf die übergeordneten Ziele, den Baumbestand in innerstädtischen Quartieren zu erhöhen und langfristig mehr Grün in das Stadtbild zu integrieren. Der Umbau soll im Herbst beginnen.

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