Schnuppertag gibt Einblick in Ausbildung bei Feuerwehr und Rettungsdienst

von Daniel Dragon


An der Feuerwehr- und Rettungsdienst-Akademie an der Vogelsangstraße in Wuppertal haben sich rund 25 Schüler bei einem Informationstag über berufliche Perspektiven im Rettungsdienst und bei der Feuerwehr informiert. Die Veranstaltung richtete sich vor allem an Jugendliche der Pina-Bausch-Gesamtschule und sollte praxisnah vermitteln, welche Anforderungen und Inhalte die Ausbildung in diesen Bereichen prägen.
Bereits vor Beginn der ersten Führung war das Interesse groß. Viele Teilnehmer nutzten die Gelegenheit, sich innerhalb von 90 Minuten ein Bild von Ausbildung, Arbeitsalltag und Einsatzsituationen zu machen. Die Anleitung übernahmen Absolventen des ersten Ausbildungsjahrgangs, die aus eigener Erfahrung berichteten und praktische Übungen begleiteten.
Im Mittelpunkt standen realitätsnahe Demonstrationen medizinischer Erstversorgung. An Übungspuppen trainierten die angehenden Rettungskräfte Maßnahmen wie die Überprüfung von Vitalfunktionen, die Vorbereitung eines Defibrillatoreinsatzes sowie die Herzdruckmassage, die aufgrund der körperlichen Belastung regelmäßig im Team durchgeführt werden muss. Ergänzend wurden medizinische Grundlagen erläutert, darunter das Legen von Zugängen und die Verabreichung ausgewählter Medikamente, die zum Kompetenzbereich von Rettungssanitätern gehören.
Weitere Stationen zeigten die Versorgung schwerer Verletzungen anhand spezieller Trainingsmodelle. Ziel war es, die Teilnehmer nicht nur mit technischen Abläufen vertraut zu machen, sondern auch die psychischen Anforderungen des Berufs deutlich zu machen. Die Akademie setzt bewusst auf solche anschaulichen Szenarien, um ein realistisches Bild der späteren Einsätze zu vermitteln.
Die Ausbildung zum Rettungssanitäter ist auf 36 Monate angelegt und verbindet medizinische Fachkenntnisse mit intensiver praktischer Schulung. Daran schließt sich eine weitere 18-monatige Qualifikation bei der Berufsfeuerwehr an, die auf die Tätigkeit als Brandmeister vorbereitet. Einsatzkräfte übernehmen dabei ein breites Spektrum an Aufgaben – von medizinischer Notfallhilfe über Brandbekämpfung und technische Rettung bis hin zu Hilfeleistungen bei Unwetterschäden oder Umweltgefahren.
Auch auf dem Fahrzeughof wurde eine Einsatzsituation simuliert. Dort mussten die Teilnehmer entscheiden, welche Maßnahmen bei einem Verletzten ohne offensichtlichen Herzstillstand erforderlich sind, ihn stabilisieren und für den Transport vorbereiten. Solche Übungen verdeutlichen, wie wichtig die richtige Lageeinschätzung für den weiteren Ablauf eines Einsatzes ist.
Mit dem Schnuppertag wollte die Akademie frühzeitig Interesse an den Ausbildungswegen wecken. Schulen waren gezielt eingeladen worden, sich mit Klassen anzumelden, um mögliche Bewerber noch vor Ablauf der Bewerbungsfrist Anfang März zu erreichen.

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