Nach der Ausstrahlung der ARD CrimeTime-Folge „Das Säure-Attentat – Der Angriff auf Bernhard Günther“ von Igor Hartmann und Daniel Remsperger am Dienstag letzter Woche sind zahlreiche Hinweise zu dem mysteriösen Fall eingegangen.
Im März 2018 war der Top-Energiemanager Bernhard Günther beim Joggen in der Nähe seines Hauses in Haan von zwei unbekannten Tätern mit konzentrierter Schwefelsäure überschüttet worden. Der damals 51-Jährige schleppte sich schwer verletzt nach Hause, er überlebt den Angriff, muss aber unzählige Male operiert werden, schwebte sogar zeitweilig in Lebensgefahr. Schnell hatte Günther den Auftraggeber des Anschlags in seinem beruflichen Umfeld vermutet: „Genau eine Person kommt in Frage, der ich diese Skrupellosigkeit zutraue.“
Nachdem die Ermittlungen nicht vorankommen, setzt er Privatermittler auf den Fall an. Von seinem Arbeitgeber, der E.ON-Tochter Innogy, wird ein sechsstelliger Betrag für Hinweise ausgelobt und ausbezahlt. Endlich kommt Bewegung in den Fall – die Spurensuche führt ins Rotlichtmilieu, aber auch zu Managerkreisen.
„Nach der Veröffentlichung der Doku haben ich und meine Frau eine überwältigende Vielzahl von unterstützenden Reaktionen erhalten. Viele teilten uns mit, dass sie nun zum ersten Mal meinen Fall und unser Ringen mit den Ermittlungsbehörden durchdrungen haben. Diese positiven Reaktionen bestärken unsere Hoffnungen und geben uns die Kraft weiterzumachen.“, sagt Günther und ergänzt: „Mit der Veröffentlichung der Doku ist eine Vielzahl an Hinweisen eingegangen. Nach unserer aktuellen Bekanntmachung, dass wir nun privat 100.000 Euro für Hinweise auf den Auftraggeber ausloben, ist die Zahl der Hinweise rapide angestiegen. Diese werden nun von meinem Rechtsanwalt Sascha Kuhn geprüft. Täglich werden es mehr Hinweise. Die Schlinge für den von uns vermuteten Auftraggeber der Tat zieht sich hoffentlich zu.“ Bernhard Günther und Rechtsanwalt Kuhn stehen im engen Austausch mit der ermittelnden Staatsanwaltschaft Wuppertal.