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Der Ronsdorfer Heimat- und Bürgerverein lädt am Mittwoch, 27. August, zu einer Besichtigung des Bandwirkermuseums in der Remscheider Straße ein. Zwischen 17 und 18 Uhr haben Besucherinnen und Besucher Gelegenheit, einen Einblick in die Geschichte und Technik eines für Ronsdorf prägenden Gewerbes zu erhalten.
Ursprünge und Entwicklung der Bandwirkerei
Die Hausbandwirkerei bildete seit der Gründung Ronsdorfs im Jahr 1745 einen zentralen Erwerbszweig. Noch um 1900 zählte die damals selbständige Stadt mit rund 13.300 Einwohnern etwa 2.000 Bandstühle, von denen der überwiegende Teil in Heimarbeit betrieben wurde. Die Blütezeit lag im 19. Jahrhundert, ehe die Bedeutung der Bandwirkerei ab der Mitte des 20. Jahrhunderts deutlich zurückging.
Entstehung des Museums
Das Museum geht auf die Initiative des Bandwirkers Josua Halbach zurück, der sich für die Bewahrung dieses wichtigen Teils der Stadtgeschichte einsetzte. 1989 wurde es in der ehemaligen Preußischen Bandwirkerfachschule eröffnet. Seither wird es vom Arbeitskreis Bandwirkermuseum betreut, der heute unter dem Dach des Heimat- und Bürgervereins arbeitet.
Ausstellung und technische Einblicke
Die Sammlung präsentiert die Entwicklung der Bandindustrie anhand zahlreicher Exponate. Zu sehen sind unter anderem ein handbetriebener Mühlstuhl aus dem Jahr 1836, verschiedene elektrisch betriebene Band- und Jacquardstühle sowie moderne Nadelautomaten. Ergänzt wird die Ausstellung durch historische Maschinen wie Spulgeräte, Schärhaspel und Transmissionen, die das Arbeitsumfeld der Hausbandwirkerei veranschaulichen.
Darüber hinaus werden Arbeitstechniken vorgeführt, darunter die Herstellung von Rieten, die Fertigung von Schetspulen oder das Schlagen und Schnüren von Jacquardkarten. Besucher erhalten so einen umfassenden Eindruck von der technischen und handwerklichen Entwicklung dieser für Ronsdorf bedeutenden Industrie.
Veranstaltungsort
Bandwirkermuseum
Remscheider Straße 50
42369 Wuppertal
Weitere Informationen sind online unter www.hub-ronsdorf.de abrufbar.
