Vor dem Landgericht Wuppertal hat am Donnerstag ein Prozess gegen vier Männer aus den Niederlanden begonnen. Die Angeklagten sollen als Teil einer kriminellen Gruppierung, die von Ermittlern als „Audi-Bande“ bezeichnet wird, in großem Stil Geldautomaten gesprengt haben.
Umfang der Vorwürfe
Nach Darstellung der Staatsanwaltschaft verübte die Gruppe zwischen Mai 2022 und Ende 2023 insgesamt 18 Sprengungen in verschiedenen Regionen Deutschlands. Dabei erbeuteten sie demnach rund 1,7 Millionen Euro. Zu den Taten zählt auch der Anschlag auf einen Geldautomaten in Erkrath im Dezember 2023.
Vorgehensweise der Täter
Die Ermittlungen legen nahe, dass die Männer stets nach demselben Muster vorgingen. Mit hochmotorisierten Audis reisten sie aus den Niederlanden ein, drangen nachts in Bankfilialen ein und brachten Sprengsätze an den Automaten an. Nach den Explosionen flohen sie mit hoher Geschwindigkeit zurück in Richtung Grenze.
Schwerpunkt Nordrhein-Westfalen
Von den 18 angeklagten Taten sollen allein fünf in Nordrhein-Westfalen stattgefunden haben. Besonders auffällig sei laut Anklage die Professionalität und Risikobereitschaft der Gruppe gewesen, die durch ihr Vorgehen nicht nur erheblichen finanziellen Schaden, sondern auch massive Gefahren für Anwohner und Gebäude verursachte.
Prozessbeginn in Wuppertal: Mutmaßliche Geldautomatensprenger vor Gericht
{{count}} Kommentare aus unserer App. Hier kostenlos downloaden.
{{comment.user.name}}
{{comment.text}}
