Wuppertal – Rund 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer besuchten den Patientenkongress „Leben mit Krebs“, der am Samstag in der Historischen Stadthalle stattfand. Die Veranstaltung, organisiert vom Helios Universitätsklinikum in Zusammenarbeit mit der Deutschen Krebshilfe, bot Betroffenen, Angehörigen und Fachleuten eine Plattform für Austausch und Information.
Persönliche Erfahrungsberichte und medizinische Fachvorträge
Im Mittelpunkt des Kongresses standen vier Podiumsgespräche, bei denen Patienten und Mediziner über Diagnose, Therapie und den Umgang mit der Erkrankung sprachen. Zwei der Teilnehmer, die ihre Krebserkrankung bereits überstanden haben, berichteten eindrucksvoll von den Herausforderungen während der Behandlung und der emotionalen Belastung. Auch die Nachsorge bleibt für viele eine psychische Herausforderung, doch Strategien wie Selbsthilfegruppen oder professionelle Begleitung können Betroffenen helfen, ihre Ängste zu bewältigen.
Begleitend zu den persönlichen Erfahrungsberichten erläuterten Fachärzte des Helios-Klinikums moderne Diagnose- und Therapiemethoden. Dabei wurde betont, dass in vielen Fällen eine vollständige Heilung möglich ist und dass ein ganzheitlicher Ansatz, der den Menschen in den Mittelpunkt stellt, entscheidend für den Therapieerfolg ist.
Informationsstände und Selbsthilfegruppen
Neben den Fachvorträgen konnten sich Besucher an mehr als 20 Ständen über verschiedene Unterstützungsangebote informieren. Selbsthilfegruppen präsentierten ihre Arbeit, und Fachleute erklärten neue medizinische Verfahren, darunter KI-gestützte Hautkrebsvorsorge und moderne Techniken zur Gewebeentnahme. Auch die Patientenlotsen des Helios-Klinikums sowie Krebsberatungsstellen aus Wuppertal, Solingen und Mettmann waren vor Ort, um individuelle Fragen zu beantworten.
Umgang mit Krisen und psychische Resilienz
Ein besonderes Highlight des Kongresses war ein Vortrag über den Umgang mit Krisen. Ein erfahrener Mediziner und Autor gab Einblicke, wie Menschen seelische Widerstandskraft entwickeln können – nicht nur im Zusammenhang mit einer Krebserkrankung, sondern auch im Alltag. Er betonte, dass Akzeptanz ein wichtiger Schritt zur Krankheitsbewältigung sei und dass geistige Flexibilität helfen könne, mit schwierigen Situationen umzugehen. Kleine Übungen, wie das bewusste Verlassen eingetretener Denkmuster, könnten dabei unterstützen. Zudem wurde die positive Wirkung von Sport und Musik auf den Genesungsprozess hervorgehoben.
Positive Resonanz der Besucher
Die Veranstaltung wurde von den Teilnehmenden als äußerst informativ und hilfreich wahrgenommen. Viele lobten die Möglichkeit, sich mit Experten auszutauschen, neue Perspektiven zu gewinnen und von den Erfahrungen anderer zu lernen. Besonders beeindruckend war für viele Besucher, mit jungen ehemaligen Patienten ins Gespräch zu kommen, die trotz ihrer schweren Diagnose nicht den Mut verloren haben.
Mit seinem vielseitigen Programm bot der Kongress eine wertvolle Orientierung für Betroffene und deren Angehörige. Die große Resonanz zeigt, wie wichtig es ist, den Austausch über das Leben mit Krebs zu fördern und Betroffenen Unterstützung auf verschiedenen Ebenen anzubieten.
Patientenkongress in Wuppertal: Austausch und Information zum Leben mit Krebs
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