Im Grünen Zoo Wuppertal hat Ende September ein neues männliches Goldkopflöwenäffchen Einzug gehalten. Das neunjährige Tier mit dem Namen Elqui stammt aus dem französischen Zoo Asson und ergänzt nun die bestehende Gruppe der seltenen Krallenaffen.
Elqui traf in Wuppertal auf das Weibchen Lila, das seit dem Tod ihres früheren Partners allein in der Anlage im Affenhaus lebte. Nach Angaben des Zoos verlief die Zusammenführung der beiden Tiere problemlos. Bereits kurz nach dem Kennenlernen suchten sie gemeinsam Ruhe in einer Schutzhöhle – ein deutliches Zeichen für eine erfolgreiche Vergesellschaftung.
Goldkopflöwenäffchen sind eine stark bedrohte Primatenart, die ausschließlich in einem kleinen Gebiet an der Südküste des brasilianischen Bundesstaates Bahia vorkommt. Hauptursache für den Rückgang der Population ist die fortschreitende Zerstörung ihres natürlichen Lebensraums.
Der Grüne Zoo Wuppertal engagiert sich seit Jahren für den Schutz dieser Art und unterstützt die brasilianische Organisation AMAP (Almada Mata Atlântica Project). Diese Initiative arbeitet an der Wiederherstellung und Sicherung des atlantischen Regenwaldes durch Landerwerb, Aufforstungsmaßnahmen und Forschungsförderung. Zudem setzt AMAP auf den ökologisch nachhaltigen Kakaoanbau im sogenannten Cabruca-System, bei dem Kakaopflanzen unter dem Schatten alter Waldbäume kultiviert werden. Dieses traditionelle Anbausystem trägt nicht nur zur Erhaltung des Waldes bei, sondern bietet den Goldkopflöwenäffchen zugleich wertvollen Lebensraum mit geeigneten Nahrungs- und Rückzugsmöglichkeiten.
Neues Goldkopflöwenäffchen im Grünen Zoo Wuppertal
{{count}} Kommentare aus unserer App. Hier kostenlos downloaden.
{{comment.user.name}}
{{comment.text}}
