Neue Grundschule in Wuppertal-Barmen: Bauprojekt nimmt konkrete Formen an

von Daniel Dragon
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In Wuppertal-Barmen soll in den kommenden Jahren eine neue zweizügige Offene Ganztagsgrundschule entstehen. Geplant ist der Bau auf dem Gelände der bisherigen Dependance der Helene-Stöcker-Schule an der Eichenstraße 59. Die Förderschule zieht im Herbst an den neuen Standort Bartholomäusstraße 70 um, womit der Weg für das Bauvorhaben frei wird.

Hintergrund und Planungsstand

Die Stadt Wuppertal geht langfristig von einem steigenden Bedarf an Schulplätzen im Stadtteil Barmen aus. Bereits seit 2018 laufen daher vorbereitende Überlegungen für eine neue Grundschule. Auf dieser Grundlage entstand ein Entwurf, der im Frühjahr vorgestellt und architektonisch als besonders hochwertig eingestuft wurde.

Der aktuelle Zeitplan sieht vor, dass die Arbeiten unmittelbar nach dem Umzug der Helene-Stöcker-Schule beginnen. Die Fertigstellung ist zum Schuljahresbeginn 2029/30 vorgesehen. Für das Projekt sind Gesamtkosten von 23,4 Millionen Euro veranschlagt, finanziert aus der Bildungspauschale sowie durch Kreditmittel. Für die Ausstattung, einschließlich moderner IT-Infrastruktur, sind zusätzlich rund 1,06 Millionen Euro vorgesehen.

Gebäudekonzept und Nutzung

Vorgesehen ist eine Kombination aus der Sanierung des bestehenden Gebäudes und einem Erweiterungsbau. Dieser Neubau soll eine Einfachturnhalle sowie Räume für Unterricht, Differenzierung und Gemeinschaftsaktivitäten beherbergen. Ergänzt werden die Flächen durch eine Mensa, einen zentralen Marktplatz und einen Musiksaal.

Das Bestandsgebäude wird modernisiert und künftig Verwaltungsbereiche, Fachräume für Kunst, eine Bibliothek sowie die Schulleitung aufnehmen. Insgesamt soll das Raumkonzept eine flexible und zukunftsorientierte Lernumgebung schaffen.

Außenflächen und Nachhaltigkeit

Der Entwurf umfasst zudem großzügige Freiflächen. Eine erweiterte Pausenhoffläche mit Spielgeräten, ein Erlebnispfad sowie ein multifunktionaler Außenbereich sollen Bewegungs- und Aufenthaltsmöglichkeiten bieten. Alle Flächen werden barrierefrei gestaltet, um auch für außerschulische Aktivitäten nutzbar zu sein.

Auch ökologische Aspekte spielen eine zentrale Rolle. Vorgesehen sind eine Photovoltaikanlage zur Eigenstromversorgung, eine extensive Dachbegrünung sowie ein „grünes Klassenzimmer“ auf dem Dach, das sowohl pädagogisch als auch zur Erholung genutzt werden kann.

Die Verkehrsanbindung ist durch die Nähe zur Schwebebahnhaltestelle Adlerbrücke und eine Bushaltestelle vor dem Gelände gewährleistet.

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