„Museum A bis Z: Von Anfang bis Zukunft“: Ausstellungsstart im Von-der-Heydt Museum

von Bea Roth

Am vergangenen Freitagabend, am 10. Januar, fand die Ausstellungseröffnung „Museum A bis Z. Von Anfang bis Zukunft“ im Von der Heydt-Museum statt.

Was macht ein Museum aus, wie sollte es in Zukunft sein? Die neue Ausstellung „Museum A bis Z: Von Anfang bis Zukunft“ ermöglicht ungewohnte und unbekannte Einblicke in die Geschichte und die Vielfalt der Sammlung und richtet den Blick in die Zukunft. Neben den klassischen Aufgaben Sammeln, Bewahren, Forschen, Ausstellen und Vermitteln prägen aktuelle Themen wie Diversität, Digitalisierung, Dekolonialisierung und Teilhabe zunehmend die Rolle von Museen.
„Museum A bis Z“ – das heißt: von der Gründungsphase über Themen wie lokales und globales Sammeln, koloniale Kontexte, Provenienzforschung und Restitutionen bis zu Perspektiven für weitere Entwicklungen. Die Präsentation ergänzt die neu konzipierte Dauerausstellung „Zeiten und Räume. Klassiker der Sammlung“ und macht erstmals die Vielfalt der historisch gewachsenen Bestände des Von der Heydt-Museums sichtbar, einschließlich kaum bekannter Bereiche wie Kunstgewerbe und außereuropäischen Objekten.

Gezeigt werden beispielsweise Textilien aus dem heutigen Indonesien und außereuropäische Plastiken, denen Wuppertaler Ansichten von Adolf Erbslöh, Carl Grossberg, Erich Heckel, Oskar Schlemmer oder Marie Luise Oertel gegenübergestellt werden. Die Objektvielfalt wird über eine Ordnungsstruktur vermittelt, die außerhalb rein inhaltlicher Kategorien steht: So zeigen Gemälde von Ottilie W. Roederstein, Emmy Klinker oder Paula Modersohn-Becker die Gattungsvielfalt der Malerei, während kunsthandwerkliche Objekte die Vielfalt von Material und Technik erlebbar machen.
Die Provenienzforschung bildet einen weiteren Schwerpunkt: Ihre Bedeutung wird mit dem Fokus auf das Gemälde „Bildnis Felix Benjamin“ von Max Liebermann erläutert, das 2023 an die Erben des von den Nationalsozialisten verfolgten und ermordeten Benjamin restituiert und anschließend zurückerworben wurde. Zentraler Punkt der Ausstellung ist zudem die barriereärmere Vermittlung im Museum und im digitalen Raum: Erstmals erleichtert ein Tastmodell von Max Pechsteins Gemälde „Der Sohn des Künstlers auf dem Sofa“ für Blinde und Sehbehinderte den Weg zur Kunst, ergänzt durch ein eigens entwickeltes Führungsprogramm.


Öffentliche Führungen finden am 1. Samstag im Monat um 13:00 Uhr statt, Kuratorinnenführungen mit Anna Baumberger und Dr. Henrike Stein am 30. Januar, 13. Februar und 13. März, jeweils um 16.30 Uhr – begleitet wird „Museum A bis Z“ von einem vielfältigen Veranstaltungsprogramm, weitere Termine gibt es hier.

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