Mordanklage nach tödlichem Angriff auf 81-jährige Bekannte

von Daniel Dragon


Vor dem Landgericht Wuppertal hat der Prozess gegen eine 61 Jahre alte Frau begonnen, die beschuldigt wird, eine langjährige Bekannte aus finanziellen Motiven getötet zu haben. Die Staatsanwaltschaft wirft der Angeklagten Mord aus Habgier vor.
Die Tat soll sich Anfang August des vergangenen Jahres in einem Mehrfamilienhaus in Mettmann bei Düsseldorf ereignet haben. Opfer und Angeklagte kannten sich seit längerer Zeit. Nach dem bisherigen Ermittlungsstand öffnete die 81-jährige Frau ihrer Bekannten die Wohnungstür und ließ sie herein.
In der Küche soll es anschließend zu dem Angriff gekommen sein. Die Angeklagte soll zunächst mit einem Bügeleisen auf den Kopf der Seniorin eingeschlagen und danach mit einem Messer mehrfach auf sie eingestochen haben. Insgesamt wurden 23 Stichverletzungen festgestellt, an denen die Frau noch am Tatort starb.
Hausbewohner wurden durch verdächtige Geräusche aufmerksam und alarmierten den Notruf. Trotz des raschen Eintreffens von Rettungskräften konnte der Tod der 81-Jährigen nicht verhindert werden.
Die Beschuldigte, die ebenfalls in Mettmann lebte und zuvor nicht strafrechtlich aufgefallen war, wurde noch am Tatort festgenommen. Nach Erkenntnissen der Ermittler gab sie sich zunächst als Helferin aus. In ihrer Handtasche fanden Polizeibeamte jedoch Wertgegenstände der Getöteten, darunter Goldschmuck, persönliche Unterlagen sowie Bargeld.
Nach Auffassung der Staatsanwaltschaft befand sich die Angeklagte in finanziellen Schwierigkeiten und entschloss sich aus diesem Grund zu der Tat. Im Ermittlungsverfahren äußerte sie sich nicht zu den Vorwürfen. Das Landgericht hat zwei Verhandlungstage angesetzt, ein weiterer Termin ist für den 16. Januar geplant.

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