Am Landgericht Wuppertal beginnt am 30. Januar 2026 der Prozess gegen einen 25-jährigen Mann aus Remscheid. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm Mord und versuchten Mord vor. Hintergrund ist ein schwerer Verkehrsunfall Ende April vergangenen Jahres, bei dem eine junge Frau ums Leben kam und eine weitere Jugendliche lebensgefährlich verletzt wurde.
Nach den Ermittlungen soll der Angeklagte mit einem hochmotorisierten Fahrzeug unterwegs gewesen sein und durch riskante Fahrmanöver seine Fahrweise demonstriert haben. Das Auto, ausgestattet mit rund 640 PS, erfasste zwei Mädchen, die sich nach einer privaten Feier auf dem Heimweg befanden. Die 19-Jährige erlag später im Krankenhaus ihren schweren Verletzungen. Ihre 17-jährige Begleiterin überlebte, erlitt jedoch gravierende körperliche Schäden.
Die Anklage geht davon aus, dass der Mann den Tod der jungen Frau zumindest billigend in Kauf genommen hat. Neben den Mordvorwürfen werden ihm ein verbotenes Kraftfahrzeugrennen mit Todesfolge sowie eine erhebliche Gefährdung des Straßenverkehrs zur Last gelegt. Darüber hinaus soll er vor Fahrtantritt Alkohol konsumiert haben.
Im Falle einer Verurteilung droht dem Angeklagten eine lebenslange Freiheitsstrafe. Der Prozess wird in den kommenden Wochen fortgesetzt.
Mordanklage gegen mutmaßlichen Raser: Prozessbeginn am Landgericht Wuppertal
Wtotal/CCA