Wenn Wuppertal im Jahr 2031 Gastgeber der Bundesgartenschau wird, verwandelt sich die Stadt für sechs Monate in eine außergewöhnliche Veranstaltungslandschaft. Von Vohwinkel über Elberfeld-West bis hin zum Grünen Zoo sollen Gartenkunst, Naturerlebnisse und vielfältige Ausstellungsorte ein Millionenpublikum anziehen. Rund zwei Millionen Besucher werden erwartet – eine logistische Herausforderung, die eine durchdachte Verkehrsplanung erfordert.
Um die Mobilität während der Veranstaltung effizient, umweltfreundlich und komfortabel zu gestalten, haben die Stadt Wuppertal und die Bundesgartenschau 2031 gGmbH das Projekt „BUGA in MoVe“ ins Leben gerufen. Ziel ist die Entwicklung eines integrierten Mobilitätskonzepts, das sämtliche Verkehrsarten miteinander verknüpft und nachhaltige Strukturen schafft, die auch nach der Gartenschau Bestand haben sollen.
Vernetzte Mobilität als Schlüssel
Das Konzept sieht eine enge Verzahnung von Straßenverkehr, öffentlichem Nahverkehr, Rad- und Fußwegen sowie Sharing-Angeboten vor. Es soll klären, wie Gäste aus dem gesamten Bundesgebiet bequem anreisen können, an welchen Punkten Autofahrer auf Bus und Bahn umsteigen und wie Besucherströme gelenkt werden, um Überlastungen zu vermeiden. Auch geeignete Stellplätze für Wohnmobile und temporäre Parkflächen sind Bestandteil der Planung.
Ein besonderer Fokus liegt auf einem umweltfreundlichen und barrierearmen Zugang zu allen Veranstaltungsorten. Geplant sind unter anderem zusätzliche Shuttle-Verbindungen, erweiterte Radabstellanlagen, beschilderte Fußwege sowie digitale Systeme zur Besucherlenkung.
Analyse, Prognose und Maßnahmenplan
In einem mehrstufigen Verfahren analysiert das Projektteam zunächst die aktuelle Verkehrssituation. Darauf aufbauend werden Prognosen für das Jahr 2031 erstellt – sowohl für den regulären Verkehr als auch für die Zeit der Gartenschau. Diese Daten bilden die Grundlage für einen Maßnahmenplan, der konkrete Lösungen für Anreise, Parkraum und Verkehrssteuerung enthält.
Kooperation mehrerer Akteure
Die Umsetzung des Projekts erfolgt in enger Abstimmung zwischen der Stadtverwaltung, der WSW mobil GmbH, der BUGA gGmbH und externen Fachbüros. Damit soll sichergestellt werden, dass die verschiedenen Verkehrsträger optimal aufeinander abgestimmt sind und die Infrastruktur langfristig verbessert wird.
Mit „BUGA in MoVe“ verfolgt Wuppertal das Ziel, über die Bundesgartenschau hinaus eine nachhaltige, barrierefreie und vernetzte Mobilität zu etablieren – ein Schritt, der die Stadt auch langfristig moderner und lebenswerter machen soll.
Mobilitätskonzept für die Bundesgartenschau 2031: Wuppertal startet Projekt „BUGA in MoVe“
DanielH/CCA