Mensch und Motorrad: Fit für die Saison

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Eine gute Vorbereitung ist das A und O für den sicheren Start in die Motorradsaison: Neben einem Technik-Check sollte der Fokus auch auf der mentalen und körperlichen Verfassung sowie der Schutzausstattung liegen.

Die Inspektion durch eine Fachwerkstatt kann nicht schaden, einige wichtige Dinge können jedoch selbst kontrolliert werden – der Zustand der Batterie, die Flüssigkeitsstände von Öl, Benzin und Kühlflüssigkeit oder die Bremsflüssigkeit. Die Bremsanlage sollte auf Undichtigkeiten an Bremsschläuchen, Flüssigkeitsbehältern oder Bremssätteln überprüft werden, Verschmutzungen der Bremsscheiben und die Dicke der Bremsbeläge ebenfalls.
Auch beim Motorrad gilt die Mindestprofiltiefe von 1,6 Millimetern für Reifen, sie sollten nicht älter als sechs Jahre sein. Dies kann mit den seitlich am Reifen eingegossenen vier Ziffern überprüft werden: die ersten beiden geben die Produktionswoche, die zweiten beiden das Jahr an. Wichtig ist auch der richtige Luftdruck, die Werte finden sich in der Bedienungsanleitung. Auch ein Test der elektrischen Anlage und des richtigen Kettendurchhangs ist wichtig, damit das Motorrad über den gesamten Federweg verfügt.

Helm und Schutzkleidung haben ebenfalls ein Verfallsdatum, da Kunststoffe durch UV-Licht altern und spröde werden, sofern sie nicht mit besonderem UV-Schutz versehen sind. Meist empfehlen Hersteller eine Nutzungsdauer von fünf bis sieben Jahren. Helmvisiere sollten bei Beschädigungen sofort gewechselt werden. Die Schutzkleidung soll bei Stürzen den Aufschlag dämpfen und Abriebfestigkeit für die Rutschphase bieten. Protektoren sollten die Normen für Gelenkprotektoren oder für Rückenprotektoren erfüllen – Level 2 Protektoren bieten deutlich besseren Schutz als Level 1 Protektoren.
Vorhanden sein sollten: Knie-, Hüft-, Ellenbogen-, Schulter-, Rücken-, Steißbein-, Brust- und Schienbeinprotektoren, Handschuhe mit hoher Abriebfestigkeit, Knöchel-, Handgelenksprotektoren und Stiefel mit Knöchelschutz und Stahleinlage in der Sohle.

Neben gutem Wetterschutz sollte kontrastreiche Kleidung, besser noch eine Sicherheitsweste mit reflektierenden Elementen, für Sichtbarkeit bei anderen Verkehrsteilnehmenden sorgen.
Motorradfahren ist mit Sport zu vergleichen: auch hier ist regelmäßiges Training nötig – erst recht nach längerer Pause. Motorradfahren beansprucht aber nicht nur den Körper, auch die mentale Einstellung und Leistungsfähigkeit muss trainiert werden.
Deshalb sollten praktische Fahrübungen, Brems- und Ausweichmanöver sowie die Vorbereitung auf mögliche Gefahrszenarien und die dazugehörigen Bewältigungsmuster zur Verhinderung eines Anpralls ein Muss für die Vorbereitung sein – am besten unter fachlicher Anleitung bei einem Fahr- und Sicherheitstraining.

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