Heiligenhaus/Wuppertal. Nach einer schweren Auseinandersetzung am Sonntagabend in Heiligenhaus-Oberilp ermittelt die Staatsanwaltschaft Wuppertal wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdelikts sowie gefährlicher Körperverletzung. Die Eskalation hatte einen umfangreichen Polizeieinsatz zur Folge, an dem auch Einheiten aus Wuppertal beteiligt waren.
Gegen 19:30 Uhr waren die Einsatzkräfte über einen Notruf in die Harzstraße alarmiert worden. Beim Eintreffen der Polizei befanden sich rund 100 Personen vor Ort, darunter zahlreiche Unbeteiligte. Die eigentlichen Beteiligten der Auseinandersetzung hatten laut Polizei Messer und andere gefährliche Gegenstände verwendet. Insgesamt wurden fünf Personen verletzt, darunter ein 38-jähriger Mann, der lebensgefährliche Stichverletzungen erlitt und in der Nacht notoperiert werden musste. Zu seinem aktuellen Gesundheitszustand lagen am Montag keine weiteren Informationen vor.
Ersten Ermittlungen zufolge ging der Auseinandersetzung offenbar ein Beziehungskonflikt zwischen zwei 20-jährigen Personen voraus. Beide sollen unterschiedlichen Großfamilien angehören. Die Situation eskalierte im weiteren Verlauf zu einer Massenschlägerei. Die Ermittlungen führt eine beim Polizeipräsidium Düsseldorf eingerichtete Mordkommission.
Angesichts der angespannten Lage forderte die Einsatzleitung Unterstützung aus benachbarten Behörden an. Auch ein Polizeihubschrauber sowie ein Diensthund kamen zum Einsatz. Die Beamten stellten am Einsatzort unter anderem ein Messer und einen Schlagstock sicher.
Im Zuge der Maßnahmen wurden zwei Männer vorläufig festgenommen: ein 27-jähriger Velberter und ein 51-jähriger Heiligenhauser. Beide sind polizeibekannt und besitzen die deutsche sowie die libanesische Staatsangehörigkeit. Ihnen wird gefährliche Körperverletzung zur Last gelegt.
Massive Auseinandersetzung in Heiligenhaus: Ermittlungen wegen versuchten Tötungsdelikts – Zwei Festnahmen
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