Wuppertal/Düsseldorf. Der groß angelegte Drogenprozess gegen sieben mutmaßliche Mitglieder eines kriminellen Netzwerks steht vor dem Abschluss. Vor dem Landgericht Wuppertal, das aus Sicherheitsgründen in den Gebäuden des Oberlandesgerichts Düsseldorf tagt, sollen in der kommenden Woche die Urteile verkündet werden.
Die Angeklagten – Männer und Frauen – stehen im Verdacht, im Auftrag einer italienischen Mafia-Organisation umfangreiche Kokainlieferungen nach Deutschland eingeführt zu haben. In der vergangenen Woche hatte die Staatsanwaltschaft langjährige Freiheitsstrafen von bis zu 13 Jahren gefordert.
Nun folgten die Plädoyers der Verteidigung. Für den mutmaßlichen Hauptakteur des Drogenrings beantragte sein Anwalt eine Freiheitsstrafe von höchstens zehn Jahren – drei Jahre weniger als von der Anklage gefordert. Auch in den übrigen Fällen plädierten die Verteidiger für geringere Strafen. In einem Fall wird sogar ein Freispruch angestrebt.
Das Verfahren wird in Düsseldorf geführt, da die Justiz in Wuppertal derzeit keine ausreichend gesicherten Räumlichkeiten für ein Verfahren dieser Größenordnung und Sicherheitsrelevanz zur Verfügung stellen kann.
Mafia-Kokainverfahren in der Schlussphase – Urteile kommende Woche erwartet
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