Wuppertal · Legionellen im Trinkwasser stellen in Wuppertal weiterhin ein regelmäßiges Gesundheitsrisiko dar. Nach Angaben des städtischen Gesundheitsamtes werden monatlich mehrere Fälle im gesamten Stadtgebiet bekannt. Die Belastungen treten dabei verteilt auf und betreffen unterschiedliche Wohnlagen.
Besonders im Fokus stehen Mehrfamilienhäuser mit zentralen Warmwasseranlagen. Eigentümer solcher Gebäude sind gesetzlich verpflichtet, das Trinkwasser alle drei Jahre untersuchen zu lassen, sofern die Anlage eine festgelegte Größe überschreitet. Wird dabei der zulässige Grenzwert für Legionellen überschritten, muss das Gesundheitsamt unverzüglich informiert werden.
In diesen Fällen ordnet die Behörde umgehend Schutzmaßnahmen an. Dazu zählt in der Regel ein sofortiges Dusch- und Badeverbot, um eine Infektionsgefahr zu vermeiden. Gleichzeitig sind die Vermieter verpflichtet, schnell Abhilfe zu schaffen. Zu den kurzfristigen Maßnahmen gehört beispielsweise die Ausgabe von Duschköpfen mit speziellen Legionellenfiltern, bis die Ursache der Belastung dauerhaft beseitigt ist.
Nach Einschätzung des Gesundheitsamtes besteht beim Trinken oder Kochen mit belastetem Wasser keine Gesundheitsgefahr, da Legionellen hauptsächlich über eingeatmete Wassertröpfchen übertragen werden.
Das Gesundheitsamt bietet allen Einwohnern Wuppertals eine individuelle Beratung zum Thema Legionellen an. Dort können Fragen zu Vorsorgemaßnahmen, Untersuchungen und zum richtigen Verhalten bei festgestellten Belastungen geklärt werden.
Legionellenbelastung bleibt wiederkehrendes Thema in Wuppertal
Photo by Daniele Levis Pelusi on Unsplash