Wuppertal – Während sich in Solingen die sogenannte Amerikanische Faulbrut weiter ausbreitet und dort zu einer Ausweitung des Sperrbezirks geführt hat, bleibt die Lage in Wuppertal derzeit stabil. Nach Angaben des Bergischen Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamts sind aktuell keine Infektionen mit dem Erreger in Wuppertaler Bienenbeständen bekannt.
Die Amerikanische Faulbrut ist eine bakterielle Erkrankung, die für Bienenvölker eine ernste Bedrohung darstellt. Sie tritt bundesweit immer wieder auf. Im vergangenen Jahr wurden deutschlandweit 104 Ausbrüche dokumentiert, davon 35 in Nordrhein-Westfalen. Auch Wuppertal war in der Vergangenheit betroffen – zuletzt im Jahr 2020. Die städtischen Behörden und die örtlichen Imker beobachten die Situation daher kontinuierlich und mit erhöhter Aufmerksamkeit.
Auch bei den Amphibien gibt es momentan Entwarnung: In Wuppertal wurden zuletzt im April positive Nachweise der sogenannten Feuersalamanderpest festgestellt. Seither sind keine weiteren Fälle gemeldet worden. Dennoch bleibt das Risiko eines erneuten Auftretens bestehen. Die durch einen Chytridpilz verursachte Krankheit gilt als eine der gefährlichsten Infektionen bei heimischen Amphibienarten und verläuft in der Regel tödlich.
Um eine weitere Verbreitung des Erregers zu verhindern, wird dringend empfohlen, Amphibien in freier Wildbahn nicht zu berühren. Nach dem Aufenthalt in Waldgebieten sollten zudem Schuhe gründlich von anhaftender Erde befreit und desinfiziert werden, um eine unbeabsichtigte Übertragung von Pilzsporen auf andere Lebensräume zu vermeiden.
Sowohl bei den Bienenvölkern als auch bei den Salamanderbeständen bleibt die Situation in Wuppertal damit unter Kontrolle – dennoch ist weiterhin besondere Aufmerksamkeit und rasches Handeln im Falle eines Ausbruchs erforderlich. Die zuständigen Fachstellen bleiben in enger Abstimmung, um potenzielle Infektionsketten frühzeitig zu erkennen und zu unterbrechen.
Keine akuten Fälle in Wuppertal: Bienen und Salamander unter Beobachtung
John Severns/CCA