Katholische Kirche in Wuppertal-Ost bereitet umfassende Neustrukturierung vor

Norbert Sdunzik/CCA



Fusion von acht Pfarreien zur Großpfarrei St. Antonius bis 2027 geplant

Die katholische Kirche in Wuppertal reagiert weiterhin auf die tiefgreifenden strukturellen Herausforderungen, die sich durch rückläufige Mitgliederzahlen, sinkende Kirchensteuereinnahmen, einen Anstieg der Sterbefälle und einen zunehmenden Priestermangel ergeben. Auch der Osten der Stadt steht nun vor einer grundlegenden organisatorischen Neuausrichtung.

Aktuell umfasst die pastorale Einheit „Wuppertal-Ost“ acht Pfarreien mit insgesamt elf Kirchorten: Dazu gehören St. Antonius mit Herz-Jesu in Barmen, St. Marien auf dem Sedansberg, St. Johann Baptist in Oberbarmen und Wichlinghausen, St. Maria Himmelfahrt in Nächstebreck, St. Pius und St. Konrad im Norden, St. Raphael in Langerfeld, St. Maria Himmelfahrt in Beyenburg sowie St. Elisabeth in Heckinghausen.

Diese Gemeinden werden bis Anfang 2027 zu einer einzigen Großpfarrei mit dem Namen St. Antonius zusammengeführt. Künftig wird sich das seelsorgerische Zentrum in der gleichnamigen Kirche befinden. Insgesamt leben rund 26.000 Katholiken im Gebiet der neuen pastoralen Einheit.

Derzeit betreuen acht Priester, drei Diakone und drei Gemeindereferenten die Gläubigen in den einzelnen Gemeinden. Im Rahmen der Fusion wird sich die pastorale Zuständigkeit dieser Seelsorger jedoch auf das gesamte Gebiet erstrecken. Die bisherige Ortsbindung der hauptamtlich Tätigen weicht einem flächendeckenden Konzept, das auf gemeinsame Verantwortung und übergreifende Zusammenarbeit ausgelegt ist.

Strukturell basiert die neue Organisation auf einem Koordinationsteam sowie auf verschiedenen Gremien, darunter Kirchenvorstände, Lokalausschüsse und Pfarrgemeinderäte. Ziel dieser Struktur ist es, ein aktives, vielfältiges Gemeindeleben zu fördern und dabei insbesondere in Bereichen wie Kirchenmusik sowie im traditionsreichen Stadtteil Beyenburg neue Impulse zu setzen.

Angesichts begrenzter personeller Ressourcen rückt die Rolle ehrenamtlich Engagierter stärker in den Fokus. Ihre Mitwirkung wird künftig entscheidend sein, um das pastorale Angebot aufrechtzuerhalten und weiterzuentwickeln.

Ein wichtiger Zwischenschritt auf dem Weg zur Fusion erfolgt im November 2025: Am 8. und 9. November werden die Mitglieder eines gemeinsamen Pfarrgemeinderats gewählt, der Vertreterinnen und Vertreter aus allen bisherigen Gemeinden umfasst. Parallel dazu finden die Kirchenvorstandswahlen für die Einzelpfarreien statt, deren Gremien zum Zeitpunkt der Fusion in einen gemeinsamen Kirchenvorstand übergehen.

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