Der Grüner Zoo Wuppertal hat seine Braunbärin Siddy verloren. Das Tier musste am 13. März im Alter von 35 Jahren eingeschläfert werden, nachdem sich sein Gesundheitszustand kurzfristig erheblich verschlechtert hatte.
Nach Angaben des Zoos litt Siddy bereits seit einiger Zeit unter altersbedingten Beschwerden. In den vergangenen Monaten hatten sich vor allem Einschränkungen in der Beweglichkeit bemerkbar gemacht. Bei einer Untersuchung unter Narkose im Sommer des vergangenen Jahres stellte das Veterinärteam eine beginnende Arthrose fest. Eine anschließende Behandlung mit Schmerzmitteln führte zunächst zu einer deutlichen Verbesserung: Die Bärin bewegte sich wieder häufiger und nutzte die Außenanlage aktiv.
Am 13. März verschlechterte sich der Zustand des Tieres jedoch plötzlich. Siddy lag nur noch in Seitenlage und reagierte nicht mehr auf die Pfleger. Nach einer erneuten Untersuchung unter Narkose entschieden die Tierärzte angesichts des hohen Alters und der akuten gesundheitlichen Situation, das Tier einzuschläfern.
Der Körper der Braunbärin wird nun veterinär-pathologisch untersucht. Ziel ist es, die genaue Ursache für die rasche Verschlechterung ihres Gesundheitszustands zu klären.
Siddy wurde am 6. Januar 1991 im Zoo Berlin geboren und lebte seit dem 8. August 2016 im Wuppertaler Zoo. Der Versuch, sie mit einer weiteren Braunbärin zusammenzuführen, blieb ohne Erfolg, da sie gegenüber ihrer Artgenossin ein dominantes Verhalten zeigte. Kontakt zu anderen Tieren bestand dennoch: Regelmäßig bewegten sich Asiatische Rothunde aus der benachbarten Anlage durch Verbindungsgänge in ihr Gehege.
Nach dem Tod der Bärin wird die Anlage im Zoo zunächst ausschließlich von den drei Asiatischen Rothunden genutzt. Langfristig plant der Zoo jedoch, das Gehege wieder mit Braunbären zu besetzen.
Grüner Zoo Wuppertal muss sich von Braunbärin Siddy verabschieden
Daniel H/CCA