Führung zur Rolle der Polizei im Nationalsozialismus

von Daniel Dragon


Wuppertal.
Eine historische Führung im Polizeipräsidium Wuppertal widmet sich der Rolle der Polizei während der Zeit des Nationalsozialismus. Die Veranstaltung findet am Donnerstag, 26. Februar, um 17 Uhr statt und beleuchtet die Geschichte des Gebäudes sowie die institutionelle Einbindung der Polizei in das Herrschaftssystem des NS-Staates.
Das Präsidium wurde am 1. September 1939, dem Tag des deutschen Überfalls auf Polen und damit dem Beginn des Zweiten Weltkriegs, in Betrieb genommen. Mit Ausnahme einer kurzen Unterbrechung dient es seither als zentrales Dienstgebäude der Polizei im Bergischen Land. Bis heute sind im Bauwerk Spuren dieser Epoche erhalten, die im Rahmen der Führung sichtbar gemacht und historisch eingeordnet werden. Zugleich wird dargestellt, wie sich Aufgabenverständnis und Arbeitsweise der Polizei seit 1945 grundlegend verändert haben.
Inhaltlicher Schwerpunkt ist die Dauerausstellung „Ordnung und Vernichtung. Die Polizei im NS-Staat“, die die strukturelle Beteiligung der Polizei an Verfolgung, Repression und Gewaltmaßnahmen dokumentiert. Die Führung vermittelt Hintergründe zur historischen Entwicklung, zur Funktion der Sicherheitsbehörden im nationalsozialistischen Machtapparat und zur späteren Aufarbeitung.
Organisiert wird die Veranstaltung von der Bergische VHS in Zusammenarbeit mit dem Rheinisch-Bergisches Zentrum für Polizeigeschichte.
Die Teilnahme ist kostenfrei. Aufgrund begrenzter Plätze ist jedoch eine vorherige Anmeldung erforderlich. Treffpunkt ist der Haupteingang des Polizeipräsidiums an der Friedrich-Engels-Allee 228 in Wuppertal.

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