Vorbereitende Arbeiten an Rauental-Tunneln könnten bereits im Frühjahr beginnen
Nach längerer Verzögerung nimmt das Projekt einer neuen Rad- und Fußwegeverbindung im Wuppertaler Osten wieder Fahrt auf. Im Zuge eines Abstimmungstermins Anfang März hat die Deutsche Bahn angekündigt, bereits im Mai mit ersten bauvorbereitenden Maßnahmen an den Rauental-Tunneln zu beginnen. Der eigentliche Umbau der Tunnelanlage ist für Januar 2027 vorgesehen.
Das Vorhaben ist eng mit der geplanten sogenannten Langerfeld-Trasse verknüpft. Diese soll auf einer Länge von rund drei Kilometern die Nordbahntrasse über die Schwarzbachtrasse mit dem Zentrum von Langerfeld verbinden und perspektivisch eine durchgehende Verbindung bis zur Wupper schaffen. Vorgesehen ist, die stillgelegte östliche Tunnelröhre künftig für den Rad- und Fußverkehr zu nutzen, während die beiden westlichen Röhren für den zweigleisigen Bahnverkehr ausgebaut werden.
An dem Ortstermin nahmen neben Vertretern der Deutschen Bahn und der Stadtverwaltung auch der Verein „Neue Ufer“ sowie der Eigentümer der östlichen Tunnelröhre teil. Ziel war es, die Bauabläufe zu koordinieren und mögliche Synergien zwischen den Bahnarbeiten und dem Trassenprojekt zu identifizieren.
Ein zentrales Element der Planung ist die Nutzung des beim Tunnelumbau anfallenden Aushubs. Dieses Material soll für den Bau von Rampen und weiteren infrastrukturellen Elementen der Trasse verwendet werden. Dadurch könnte ein Teil der späteren Bauarbeiten bereits im Zuge der Bahnmaßnahmen vorbereitet werden, was sowohl den technischen Aufwand als auch die Kosten erheblich reduzieren dürfte.
Parallel dazu arbeitet die Stadtverwaltung an der konkreten Ausgestaltung des Streckenverlaufs. Das zuständige Ressort für Straßen und Verkehr erarbeitet derzeit eine detaillierte Planung, die es der Deutschen Bahn ermöglichen soll, ihre Bauarbeiten gezielt auf die künftige Nutzung auszurichten.
Für die Initiatoren des Projekts stellt die aktuelle Entwicklung einen wichtigen Fortschritt dar. Seit rund einem Jahrzehnt setzen sich lokale Akteure für die Realisierung einer durchgehenden Rad- und Fußwegeverbindung im Bereich Langerfeld ein. In der Vergangenheit hatten insbesondere ungeklärte Eigentumsverhältnisse, fehlende Planungsgrundlagen sowie Abstimmungsprozesse mit der Deutschen Bahn zu Verzögerungen geführt.
Die nun eingeleitete Zusammenarbeit zwischen Bahn, Stadt und Projektträgern eröffnet neue Perspektiven für eine effizientere Umsetzung. Durch die Einbindung aller Beteiligten in die Bauplanung entsteht die Möglichkeit, bereits während der Tunnelarbeiten wesentliche Grundlagen für die spätere Trasse zu schaffen und damit den weiteren Ausbau zu beschleunigen.
Fortschritte bei geplanter Langerfeld-Trasse zeichnen sich ab
{{count}} Kommentare aus unserer App. Hier kostenlos downloaden.
{{comment.user.name}}
{{comment.text}}