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Remscheid-Lennep. Am Dienstagnachmittag, dem 8. Juli 2025, ist eine 87-jährige Frau in Remscheid Opfer eines dreisten Betrugs geworden. Ein bislang unbekannter Täter gab sich am Telefon als Polizeibeamter aus und brachte die Seniorin durch eine perfide Lügengeschichte dazu, einen erheblichen Geldbetrag an einen Komplizen zu übergeben.
Nach bisherigen Erkenntnissen meldete sich der Anrufer gegen 15:15 Uhr telefonisch bei der Geschädigten. Er täuschte vor, dass sich in der Nachbarschaft zwei flüchtige Straftäter aufhielten und ihr Vermögen zu Hause nicht mehr sicher sei. Angeblich sei es daher notwendig, das Geld durch einen weiteren Polizeibeamten in Sicherheit bringen zu lassen. Während des gesamten Gesprächs blieb der Anrufer in der Leitung, um das Vertrauen der Frau aufrechtzuerhalten und jegliche Rückversicherung zu verhindern.
Etwa eine Stunde später, gegen 16:30 Uhr, erschien der angekündigte Abholer an der Wohnanschrift der Seniorin. Die Frau übergab ihm daraufhin eine Bargeldsumme im fünfstelligen Bereich. Anschließend entfernte sich der Mann unerkannt vom Tatort.
Der Geldabholer wird wie folgt beschrieben: Er ist etwa 35 bis 40 Jahre alt, 1,80 bis 1,85 Meter groß und von schlanker Statur. Zur Tatzeit trug er dunkle Kleidung, eine Brille sowie einen Bart. Seine dunklen Haare sollen licht gewesen sein.
Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet dringend um Hinweise aus der Bevölkerung. Zeugen, die in diesem Zusammenhang verdächtige Beobachtungen gemacht haben oder Angaben zur Identität des Täters machen können, werden gebeten, sich unter der Rufnummer 0202 / 284 0 bei der Polizei zu melden.
In diesem Zusammenhang erinnert die Polizei erneut eindringlich an grundlegende Verhaltensregeln im Umgang mit betrügerischen Anrufen:
Die Polizei ruft niemals mit der Notrufnummer 110 an.
Kein echter Polizeibeamter fordert am Telefon Geld oder Wertsachen.
Persönliche Daten wie Kontostände, Bankdaten, Passwörter oder PINs werden von der Polizei niemals erfragt.
Wird während eines Telefonats aufgefordert, die 110 zu wählen oder verbunden zu bleiben, sollte das Gespräch umgehend beendet werden.
Nach einem Betrugsversuch oder -verdacht ist es wichtig, das Gespräch zu beenden, das Freizeichen abzuwarten und selbst die Polizei zu kontaktieren.
Fremde sollten grundsätzlich nicht in die Wohnung gelassen werden.
Wertsachen und Bargeld dürfen niemals an unbekannte Personen übergeben werden.
Die Polizei appelliert zudem an Angehörige und Vertrauenspersonen älterer Menschen, regelmäßig über Betrugsmaschen aufzuklären und für besondere Vorsicht im Umgang mit unbekannten Anrufern zu sensibilisieren.
