Deutsche Bahn will Ersatzverkehr nach Kritik grundlegend nachbessern

von Daniel Dragon
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Nach deutlicher Kritik des Verkehrsverbund Rhein-Ruhr hat die Deutsche Bahn eine Überarbeitung ihres Schienenersatzverkehrs während der Generalsanierung der Strecke zwischen Hagen und Köln angekündigt. Zwei Wochen nach Beginn der Totalsperrung habe sich gezeigt, dass das von DB InfraGO organisierte System im Alltag deutlich hinter den Erwartungen zurückbleibt.
Aus Sicht des Aufgabenträgers handelt es sich nicht um anfängliche Abstimmungsprobleme, sondern um strukturelle Defizite. Rückmeldungen aus Testfahrten, Beobachtungen vor Ort sowie Hinweise von Fahrgästen zeichnen ein Bild mangelnder Verlässlichkeit. Besonders gravierend seien Personalengpässe, unzureichende Streckenkenntnisse eingesetzter Fahrer, lückenhafte Informationen für Reisende sowie zu geringe Kapazitäten durch fehlende oder ungeeignete Fahrzeuge.
Der VRR verlangt deshalb kurzfristig ein Maßnahmenpaket mit zusätzlichen Personal- und Fahrzeugreserven, verbindlichen Schulungen, dem konsequenten Einsatz vereinbarter Bustypen – vor allem auf stark frequentierten Linien – sowie funktionierenden Anzeigen und einer klar strukturierten Organisation der Ersatzhaltestellen.
Die Bahn hat zugesagt, gemeinsam mit go.Rheinland, den beteiligten Busunternehmen und DB Regio Anpassungen vorzunehmen. Geprüft werden unter anderem geänderte Fahrzeiten auf einzelnen Linien, um realistischere Umläufe und damit mehr Pünktlichkeit zu erreichen. Auch der Einsatz zusätzlicher Fahrzeuge bei kommenden Sperrphasen steht zur Diskussion. Fahrer sollen bei Bedarf durch begleitete Fahrten und zusätzliche Einweisungen nachgeschult werden, zudem ist eine rasche Behebung technischer Mängel in der Fahrgastinformation vorgesehen. Zeitweise Ausfälle seien zuletzt auch durch Vandalismusschäden im Umfeld des Karnevals verursacht worden.
Unterstützung für eine Nachsteuerung kommt vom Fahrgastverband Pro Bahn NRW, der über stark ausgelastete Linien und deutliche Verspätungen berichtet.
Mit dem Ende der ersten Vollsperrung verkehren seit dem Wochenende wieder mehr Züge zwischen Düsseldorf, Wuppertal und Hagen. Die nun folgende vierwöchige Phase mit erweitertem Zugangebot soll genutzt werden, um das Ersatzkonzept organisatorisch und betrieblich zu stabilisieren, bevor weitere Bauabschnitte anstehen.

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