Einen Einblick in verschiedenste Berufe und das ganz ohne Klischees gab es vergangene Woche, beim Girls’ und Boys’ Day am 3. April. Auch in Wuppertal beteiligten sich einige Unternehmen und Institutionen sowie die Stadtverwaltung am Aktionstag zur Ausbildungs- und Berufswahl.
Stadtweit nahmen 404 Mädchen an 62 Berufsangeboten und 169 Jungen an 37 Angeboten teil, einen Tag lang schnupperten sie in Berufe und in Bereiche hinein, die sonst eher nicht zu klassisch-bevorzugten „Männer- bzw. Frauenberufen“ gehören. 69 Mädchen und 66 Jungen konnte die Stadtverwaltung begrüßen, um ihnen die Arbeit in unterschiedlichen Ressorts und Stadtbetrieben vorzustellen. Nach einem gemeinsamen Empfang durch den Oberbürgermeister im Rathaus ging es dann in die einzelnen Betriebe: Mädchen konnten das Gebäudemanagement, die Feuerwehr oder den Beruf der Forstwirtin kennenlernen und erfahren, wie beim Amt für Informationstechnik und Digitalisierung gearbeitet wird. Für Jungen gab es Gelegenheit, Medienarbeit in der Stadtbibliothek, die Arbeit als medizinischer Fachangestellter oder die in einer Kindertagesstätte auszuprobieren.
Wie wichtig der Girls’ und Boys’ Day für die Stadt ist, verdeutlicht auch Sebastian Pytlik vom Katasteramt. Dort, besonders im Außendienst, sei die Frauenquote gering. Der Aktionstag helfe dabei Bereiche wie Vermessung bekannter zu machen.
„Es geht uns ja darum, den Mädchen und Jungen zu zeigen, dass eine Berufswahl ohne Klischees möglich ist. Dafür ist der Girls’ und Boys’ Day eine gute Gelegenheit. Wir danken allen, die diesen Tag für unseren Nachwuchs möglich gemacht haben“, sagt Martina Völker von der Stabsstelle Gleichstellung und Antidiskriminierung. Seit 2001 beteiligen sich Wuppertaler Unternehmen zunächst am Girls’ Day, seit 2011 auch am Boys‘ Day.
Der Effekt des Aktionstages kann sich sehen lassen: Studien und Statistiken der Bundesfachstelle des Girls’ bzw. Boys’ Day, zeigen, dass zum Beispiel deutlich mehr Mädchen eine Ausbildung im handwerklichen oder technischen Bereich oder ein MINT-Studium anstreben.
Organisiert und koordiniert werden Girls’ und Boys’ Day von einem Arbeitskreis, dem neben der Stabsstelle Gleichstellung und Antidiskriminierung der Stadt auch die Kreis-Handwerkerschaft, die Vereinigung Bergischer Unternehmerverbände, die Agentur für Arbeit, IHK, Diakonie, Jobcenter, das Kompetenzzentrum Frau und Beruf Bergisches Städtedreieck, der Fachbereich Jugend & Freizeit, der Stadtbetrieb Tageseinrichtungen für Kinder und die Ausbildungsabteilung der Stadt Wuppertal angehören.
Berufseinblicke: Girls‘ und Boys‘ Day räumt mit Klischees auf
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