Wuppertal. Die wirtschaftliche Stimmung im Bergischen Städtedreieck ist so schlecht wie seit Jahren nicht mehr. Laut der aktuellen Konjunkturumfrage der Bergischen Industrie- und Handelskammer (IHK) beurteilt der Großteil der regionalen Unternehmen ihre Geschäftslage negativ. An der Erhebung nahmen 526 Betriebe teil, von denen nahezu die Hälfte Verluste meldete.
Besonders betroffen ist die Industrie, deren Auftragslage deutlich eingebrochen ist. Diese Schwäche wirkt sich spürbar auf andere Branchen aus, etwa den Handel und das Handwerk. Die Kaufzurückhaltung vieler Menschen verstärkt die schwierige Situation zusätzlich, da Konsumenten angesichts der wirtschaftlichen Unsicherheit größere Anschaffungen meiden und mit Sorge in die Zukunft blicken.
Nur rund jedes fünfte Unternehmen bewertete seine aktuelle Lage positiv. Der Arbeitsmarkt zeigt ebenfalls deutliche Anzeichen der Abschwächung: Zahlreiche Stellen und Ausbildungsplätze entfallen, während gleichzeitig der Fachkräftemangel anhält – obwohl in den vergangenen Jahren viele Menschen nach Deutschland gekommen sind.
Ein etwas stabileres Bild bietet lediglich der Dienstleistungssektor. Dort ist die Stimmung verhaltener, aber leicht optimistischer als in der Industrie. Insgesamt zeichnet die IHK jedoch ein deutlich eingetrübtes Stimmungsbild für die regionale Wirtschaft.