Becketts „Endspiel“ im Theater am Engelsgarten

Atamari/CCA


Am Freitag, 16. Januar, um 18 Uhr steht im Theater am Engelsgarten in Wuppertal Samuel Becketts Schauspiel „Endspiel“ auf dem Spielplan der Wuppertaler Bühnen. Gezeigt wird die deutsche Fassung von Elmar Tophoven. Die Inszenierung bringt eines der bedeutendsten Werke des absurden Theaters auf die Bühne und stellt existenzielle Fragen nach Abhängigkeit, Sinn und Stillstand.
Das Stück spielt in einer kargen Welt nach einer nicht näher benannten Katastrophe. Übrig geblieben sind vier Figuren, die in einem Zustand gegenseitiger Abhängigkeit gefangen sind. Hamm, blind und bewegungsunfähig, ist auf die Hilfe seines Dieners Clov angewiesen. Clov wiederum ist unfähig, sich endgültig von seinem Herrn zu lösen. Ergänzt wird dieses fragile Machtgefüge durch Hamms Eltern Nell und Nagg, die ebenfalls vom Überleben am Rand des Nichts geprägt sind. Der Alltag der Figuren ist bestimmt von Wiederholungen, Routinen und der Aussichtslosigkeit eines Daseins ohne Zukunft.
Seit seiner Uraufführung im Jahr 1957 wird „Endspiel“ immer wieder neu interpretiert. Das Drama gilt als vielschichtige Parabel, die sowohl als Reaktion auf die Bedrohung des nuklearen Zeitalters als auch als Vorwegnahme ökologischer Katastrophen gelesen werden kann. Darüber hinaus eröffnet das Stück eine Metaebene, in der das Theater selbst und das Spiel als letzte Form der Sinnstiftung verhandelt werden.
Die Inszenierung und das Bühnenbild verantwortet Henner Kallmeyer, die Kostüme stammen von Silke Rekort. Für die dramaturgische Betreuung zeichnet Moritz Müller verantwortlich. In den Hauptrollen sind Thomas Braus als Hamm und Kevin Wilke als Clov zu sehen. Elisabeth Hummerich übernimmt die Rolle der Nell, Moritz Müller steht als Nagg auf der Bühne. Die Regieassistenz liegt bei Tom Dockal, die Inspizienz bei Ilja Betser.
Veranstaltungsort ist das Theater am Engelsgarten in der Engelsstraße 18 in Wuppertal. Weitere Informationen zur Aufführung sind über die Wuppertaler Bühnen erhältlich.

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