Bananen als Kunstobjekte: Kreatives Schulprojekt in Wuppertal

Forest und Kim Starr/CCA



Wuppertal. Die Pina-Bausch-Gesamtschule in Vohwinkel ist derzeit Schauplatz einer außergewöhnlichen Kunstaktion. Rund 40 Schülerinnen und Schüler der internationalen Klassen haben gemeinsam mit der Vohwinkeler Künstlerin Justyna Weitz eine beeindruckende Installation geschaffen. Im Mittelpunkt steht ein ungewöhnliches Motiv: die Banane.

Überall in der Schule – an Fenstern, Wänden und Treppenhäusern – sind Hunderte von kunstvoll gestalteten Bananen zu sehen. Die aus Papier und Pappe gefertigten Werke orientieren sich an der Kunst der international bekannten japanischen Künstlerin Yayoi Kusama. Ihr Stil, geprägt von farbigen Punkten, diente den Schülerinnen und Schülern als Inspirationsquelle für ihre eigenen Kreationen.

Kunst mit Symbolkraft und gesellschaftlicher Botschaft

Neben den papierbasierten Kunstwerken wurden auch 100 echte Bananen mit schwarzen Punkten bemalt und im Rahmen einer Vernissage als essbare Kunstobjekte präsentiert. Das Projekt geht jedoch über die reine künstlerische Gestaltung hinaus: Es verdeutlicht, wie Kunst als verbindende Sprache fungieren kann. In den internationalen Klassen der Schule lernen Kinder und Jugendliche aus zwölf verschiedenen Nationen. Die Vielfalt der Farbkombinationen in den Kunstwerken steht sinnbildlich für diese kulturelle Buntheit.

Auch die individuelle Interpretation spielte eine zentrale Rolle. Eine Banane wurde beispielsweise ohne Punkte gestaltet, während die Muster separat daneben platziert wurden – ein kreativer Ansatz, der das Konzept der Installation weiterentwickelt.

Kunst als Mittel zur Stärkung und Integration

Für die Schülerinnen und Schüler bot das Projekt zudem die Gelegenheit, sich intensiv mit dem Werdegang von Yayoi Kusama auseinanderzusetzen. Die heute weltberühmte Künstlerin musste sich in ihrer frühen Schaffensphase zahlreichen Widerständen stellen. Ihre Geschichte diente als Beispiel dafür, wie Durchhaltevermögen und künstlerische Leidenschaft trotz schwieriger Startbedingungen zum Erfolg führen können.

Viele der beteiligten Kinder und Jugendlichen haben durch ihre eigene Migrationsgeschichte besondere Herausforderungen erlebt. In diesem Kontext wurde Kunst als Ausdrucksform genutzt, um Erlebtes zu verarbeiten und eine kreative Gemeinschaft zu schaffen.

Ausstellung in der Stadt

Die Installation wird für rund vier Wochen in der Pina-Bausch-Gesamtschule zu sehen sein. Anschließend werden die Werke in der Buchhandlung Jürgensen am Kaiserplatz ausgestellt. Damit erhält das Projekt eine größere öffentliche Sichtbarkeit und trägt dazu bei, Kunst und kulturelle Vielfalt einem breiteren Publikum zugänglich zu machen.

Engagement für die Kunst im Stadtteil

Justyna Weitz ist für ihre zahlreichen kreativen Initiativen in Wuppertal bekannt. Sie hat bereits verschiedene Projekte zur Förderung von Demokratie und Toleranz ins Leben gerufen und engagiert sich für die künstlerische Bildung junger Menschen. Ihre Galerie an der Gruitener Straße dient dabei als Atelier, Malschule und Designstudio.

Für das kommende Osterfest plant die Künstlerin eine weitere Mitmach-Aktion, bei der die bekannten Wuppertaler Figuren Tuffi und der Osterhase eine Rolle spielen werden. Zudem arbeitet sie an einem Animationsfilm zum 75. Jahrestag des spektakulären Sprungs der Elefantendame aus der Schwebebahn.

Weitere Informationen zu ihren Projekten sind unter kunstkonzepteweitz.de verfügbar.

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