Arbeitslosigkeit in Wuppertal steigt weiter an – Quote bei 10,6 Prozent

von Daniel Dragon


Wuppertal – Die Zahl der arbeitslos gemeldeten Personen ist in Wuppertal erneut gestiegen. Ende April 2025 verzeichnete die Agentur für Arbeit insgesamt 20.005 Arbeitslose – ein Zuwachs von 211 Personen (plus 1,1 Prozent) im Vergleich zum Vormonat. Im Jahresvergleich entspricht dies einem Anstieg um 2.510 Personen oder 14,3 Prozent. Die Arbeitslosenquote liegt aktuell bei 10,6 Prozent, nachdem sie vor einem Jahr noch bei 9,4 Prozent lag.

Rückgang bei Fördermaßnahmen belastet Entwicklung

Die anhaltend angespannte Situation auf dem Arbeitsmarkt in Wuppertal wird laut Arbeitsagentur insbesondere durch eine verringerte Zahl an Fördermaßnahmen beeinflusst. Haushaltsbedingt stehen derzeit rund 500 Aktivierungsplätze weniger zur Verfügung als im März, was sich spürbar auf die Zahl der registrierten Arbeitslosen auswirkt. Die Entwicklung ist demnach nicht primär durch Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt selbst bedingt, sondern durch strukturelle Einschränkungen bei arbeitsmarktpolitischen Instrumenten.

Stellenangebote rückläufig

Auch das Stellenangebot zeigt sich rückläufig. Im April wurden 176 neue Stellen gemeldet – das entspricht einem Rückgang von 84 Angeboten beziehungsweise 32,3 Prozent gegenüber dem März. Seit Jahresbeginn sind insgesamt 265 Stellen weniger gemeldet worden als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Der aktuelle Bestand umfasst 900 offene Stellen, was sowohl im Monats- als auch im Jahresvergleich einen Rückgang bedeutet (minus 40 bzw. minus 208 Stellen).

Entwicklung bei Jugendlichen und Langzeitarbeitslosen

Die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen unter 25 Jahren liegt derzeit bei 1.799 Personen. Während im Vergleich zum Vormonat ein leichter Rückgang um 23 Personen (minus 1,3 Prozent) verzeichnet wurde, stieg die Jugendarbeitslosigkeit gegenüber dem Vorjahr um 233 Personen (plus 14,9 Prozent).

Deutlich angestiegen ist auch die Zahl der Langzeitarbeitslosen. Aktuell gelten 8.453 Menschen als langzeitarbeitslos – ein Anstieg von 1.383 Personen oder 16,4 Prozent im Vergleich zum April 2024. Ein Großteil dieser Gruppe (93,1 Prozent bzw. 7.867 Personen) wird im Rahmen der Grundsicherung betreut.

Unterbeschäftigung rückläufig

Die sogenannte Unterbeschäftigung, die neben den offiziell arbeitslos gemeldeten Personen auch jene umfasst, die sich in Maßnahmen befinden oder aus anderen Gründen nicht als arbeitslos gelten, belief sich im April auf insgesamt 26.677 Personen. Damit ist ein Rückgang um 520 Personen gegenüber dem Vormonat sowie um 1.716 Personen (minus 6 Prozent) im Jahresvergleich zu verzeichnen.

Trotz leichter Entspannung bei der Unterbeschäftigung bleibt die Lage auf dem Arbeitsmarkt in Wuppertal angespannt. Die Entwicklung deutet auf strukturelle Herausforderungen hin, die über kurzfristige Schwankungen hinausreichen.

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