Mitglieder der Hilfsorganisation Water for Ukraine aus Wuppertal sind in der Nacht zum Sonntag in einen mutmaßlichen Anschlag in Lwiw geraten und wurden unvermittelt zu Ersthelfern.
Der Konvoi hatte die Stadt nach einer mehrtägigen Anreise über Polen erst kurz zuvor erreicht. Gegen Mitternacht erschütterten zwei Explosionen das Umfeld der Unterkunft. Die Detonationen ereigneten sich in unmittelbarer Nähe, zahlreiche Menschen wurden durch Splitter verletzt, mehrere lagen schwer verwundet auf der Straße.
Unter den deutschen Helfern befand sich medizinisch geschultes Personal, das gemeinsam mit weiteren Teammitgliedern sofort Hilfe leistete. Noch bevor lokale Einsatzkräfte eintrafen, versorgten sie Verletzte, stoppten Blutungen und stabilisierten Betroffene. Nach Angaben aus Sicherheitskreisen richtete sich der Angriff gezielt gegen Polizei und Rettungsdienste. Diese waren durch einen fingierten Notruf zu einem angeblichen Einbruch gelockt worden. Beim Eintreffen der ersten Kräfte detonierte ein Sprengsatz, ein zweiter folgte wenig später. Insgesamt wurden 15 Menschen verletzt, zudem kam eine 23 Jahre alte Polizeibeamtin ums Leben.
Trotz der Ereignisse setzte der Hilfskonvoi seine Mission fort. Ziel des Einsatzes ist die Reparatur kriegsbeschädigter Wasserleitungen und Versorgungssysteme. Die Fahrzeuge transportieren unter anderem Rohre, Pumpanlagen und Generatoren, die in besonders betroffenen Regionen dringend benötigt werden.
Die Weiterfahrt führt in Richtung Nikopol nahe der Frontlinie, wo die technische Hilfe zur Stabilisierung der Wasserversorgung beitragen soll. Für die Beteiligten steht damit weiterhin der humanitäre Auftrag im Mittelpunkt, auch unter den Eindrücken der vorangegangenen Nacht.
Anschlag in der Westukraine: Deutscher Hilfskonvoi leistet Erste Hilfe nach Explosionen
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