Aktionswoche für Kinder aus suchtbelasteten Familien in Wuppertal

von Daniel Dragon



Im Rahmen der 16. Aktionswoche für Kinder aus suchtbelasteten Familien machen die Wuppertaler Suchthilfeeinrichtungen auf die oft unsichtbaren Belastungen aufmerksam, denen viele Kinder in suchtkranken Haushalten ausgesetzt sind. In Deutschland wächst jedes fünfte bis sechste Kind mit einem suchtkranken Elternteil auf, was etwa drei Millionen Kinder und Jugendliche betrifft.

Diese Kinder erleben häufig Vernachlässigung und Gewalt, was langfristige Auswirkungen auf ihre psychische Gesundheit haben kann. Die Tabuisierung von Suchtproblemen innerhalb der betroffenen Familien dient oftmals dem Schutz vor Stigmatisierung und sozialer Ausgrenzung, verschärft jedoch die Auswirkungen auf die Kinder. Die Risiken für die betroffenen Jugendlichen, selbst eine Sucht oder psychische Erkrankung zu entwickeln, sind erheblich erhöht.

In Wuppertal setzen sich verschiedene Organisationen der Suchthilfe, darunter der Caritasverband, das Blaue Kreuz, die Suchthilfe Wuppertal gGmbH und die Beratungsstelle für Drogenprobleme, intensiv für diese Kinder ein. Im Rahmen der bundesweiten COA-Aktionswoche (Children of Addicts) erhalten betroffene Kinder und Jugendliche unter dem Hashtag #ICHWERDELAUT eine Stimme.

Am 19. Februar wird von 10 bis 18 Uhr ein Informationsstand in den CityArkaden Wuppertals über die Situation von Kindern aus suchtbelasteten Familien informieren. Zusätzlich findet am 20. Februar im Rahmen des Jugendhilfetages an der Universität Wuppertal eine Veranstaltung zu diesem Thema statt.

Ein weiteres Highlight der Aktionswoche ist die Filmvorführung des Dokumentarfilms „Unsichtbar“, der im Medienprojekt Wuppertal entstanden ist. Der Film, der die Lebensrealität von Kindern aus suchtbelasteten Familien thematisiert, wird in verschiedenen Wuppertaler Jugendzentren gezeigt, darunter das Jugendzentrum Langerfeld, das Haus der Jugend in Elberfeld und Vohwinkel sowie das Jugendcafé Barmen.

Mit dieser Aktionswoche sollen sowohl die Öffentlichkeit für das Thema sensibilisiert als auch den betroffenen Kindern und Jugendlichen Unterstützung und Gehör verschafft werden.

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