Aktionstag „Wuppertal barrierefrei“: Engagement für Inklusion und Teilhabe

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Wuppertal – Anlässlich des Europäischen Protesttages zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung am 5. Mai rückt auch die Stadt Wuppertal das Thema Barrierefreiheit in den Fokus der Öffentlichkeit. Am Freitag, dem 9. Mai 2025, findet der Aktionstag „Wuppertal barrierefrei“ von 12 bis 17 Uhr auf dem Johannes-Rau-Platz vor dem Rathaus in Barmen statt.

Die Veranstaltung, die bereits auf eine langjährige Tradition zurückblickt, wird von der Stadt Wuppertal gemeinsam mit dem Inklusionsbüro und dem Beirat der Menschen mit Behinderung organisiert. Ziel des Aktionstages ist es, auf bestehende Barrieren im Alltag aufmerksam zu machen und konkrete Verbesserungen einzufordern. Besucherinnen und Besucher haben die Möglichkeit, mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik und Verwaltung in den Dialog zu treten und sich über bestehende Angebote zu informieren.

Unterstützt wird die Initiative durch die Sozialdezernentin der Stadt, die als Schirmherrin des Aktionstages ein klares Zeichen für die Umsetzung der Rechte von Menschen mit Behinderung in Wuppertal setzen möchte. Sie betont die Notwendigkeit, Teilhabe, Selbstbestimmung und Chancengleichheit aktiv zu fördern. Inklusion wird dabei ausdrücklich nicht als freiwillige Leistung, sondern als verbindliches Menschenrecht verstanden.

Das Programm umfasst über 35 Aussteller, ein vielfältiges Bühnenangebot sowie eine Tombola. Während der gesamten Veranstaltung stehen Gebärdensprachdolmetscherinnen und -dolmetscher zur Verfügung, um einen möglichst barrierefreien Zugang zu gewährleisten.

Nach Angaben der kommunalen Behindertenbeauftragten bleibt trotz bestehender rechtlicher Grundlagen eine erhebliche Lücke zwischen Anspruch und Realität. Sie fordert unter anderem den Ausbau barrierefreier Wohn- und Arbeitsangebote, den Zugang zu inklusiver Bildung, unterstützende Strukturen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt sowie eine Reform zentraler gesetzlicher Regelwerke, darunter das Allgemeine Gleichstellungsgesetz und das Behindertengleichstellungsgesetz.

Diese Reformvorhaben waren zuletzt auf Bundesebene ins Stocken geraten, nachdem die Regierungskoalition auseinandergebrochen war. Der bevorstehende politische Neustart sei nun eine Chance, die Anliegen der Inklusion erneut in den Mittelpunkt zu rücken.

In Deutschland leben über zehn Millionen Menschen mit Behinderung, davon rund 40.000 in Wuppertal. Seit 1992 wird der Europäische Protesttag jährlich genutzt, um auf die Lebenssituation dieser Bevölkerungsgruppe aufmerksam zu machen. Die Verpflichtungen aus der UN-Behindertenrechtskonvention gelten dabei auf allen politischen Ebenen und betreffen insbesondere die Bereiche Bildung, Arbeit, Wohnen, Gesundheit und Mobilität.

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