Rund 50 Teilnehmer haben sich am Freitagabend in den Räumen des CVJM Elberfeld zu einer öffentlichen Diskussion über die künftige Finanzpolitik der Stadt versammelt. Eingeladen hatte die Ratsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, die unter dem Titel „Wofür gibt Wuppertal Geld aus?“ den Austausch zwischen Kommunalpolitik und Bürgerschaft suchte.
Zum Einstieg erläuterten der finanzpolitische Sprecher Thomas Lenz sowie der Fraktionsvorsitzende Ulrich T. Christenn die aktuelle Haushaltslage und umrissen die finanziellen Rahmenbedingungen, unter denen der kommende Etat aufgestellt werden muss. Dabei wurde deutlich gemacht, dass Haushaltskonsolidierung aus Sicht der Fraktion nicht als reines Sparprogramm verstanden wird, sondern als Prozess der gezielten Schwerpunktsetzung gemeinsam mit der Stadtgesellschaft.
Im Mittelpunkt der anschließenden Diskussion standen Fragen nach notwendigen Investitionen, möglichen Einsparfeldern und den Erwartungen der Einwohner an eine nachhaltige Stadtentwicklung. Viele Beiträge befassten sich mit der Stärkung des öffentlichen Nahverkehrs, dem Ausbau sozialer Angebote sowie zusätzlichen Maßnahmen für Klimaschutz und Lebensqualität im urbanen Raum.
Die während der Veranstaltung gesammelten Anregungen und Kritikpunkte sollen nun ausgewertet und in die weiteren Beratungen zum Haushalt 2026/2027 einbezogen werden. Bereits im Rahmen einer internen Klausur will sich die Fraktion mit den Ergebnissen befassen und daraus konkrete politische Positionen ableiten.
Der Dialog bildete zugleich den Auftakt zu einer Reihe weiterer Beteiligungsformate. Angesichts begrenzter finanzieller Spielräume und wachsender Herausforderungen in Bereichen wie Wohnen, Verkehr und Klimaschutz soll der Austausch mit der Bevölkerung intensiviert werden, um Investitionen stärker an den wahrgenommenen Bedürfnissen vor Ort auszurichten.
Bürgerdialog zum Haushalt stößt in Wuppertal auf großes Interesse
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