Seniorenreisen der Diakonie Wuppertal stoßen auf große Resonanz

von Daniel Dragon
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Die Reiselust vieler Menschen bleibt auch im hohen Alter ungebrochen. Das zeigt das aktuelle Angebot der Seniorenreisen der Diakonie Wuppertal, das in diesem Jahr erneut auf große Nachfrage trifft. Insgesamt 20 Reisen mit einer Dauer von sieben bis 14 Tagen stehen zur Auswahl. Die erste Fahrt führt im März nach Borkum, den Abschluss bildet im Dezember 2026 eine Winter-Wellnessreise an die polnische Ostsee. Bereits kurz nach Beginn der Anmeldungen Mitte Januar waren mehrere Angebote ausgebucht.
Die Organisation liegt in den Händen von Melanie Hölter, die seit vielen Jahren für die Seniorenreisen verantwortlich ist. Nach dem Anmeldestart ist der Beratungsbedarf besonders hoch. Viele Interessierte suchen das persönliche Gespräch, um Fragen zu klären und ihre Reise direkt zu buchen. Der direkte Kontakt ist vor allem deshalb wichtig, weil ein großer Teil der Teilnehmenden über 80 Jahre alt ist.
Vor jeder Anmeldung wird sorgfältig geprüft, wie es um Mobilität und Gesundheit der Reisenden steht. Auch sehr betagte Menschen nehmen regelmäßig teil. Unterstützungsbedarf schließt eine Reise grundsätzlich nicht aus. Bei Bedarf wird am Urlaubsort ein Pflegedienst organisiert, der etwa bei der Medikamenteneinnahme oder beim Anziehen von Stützstrümpfen hilft. Voraussetzung ist jedoch, dass keine dauerhafte Pflege oder ein Rollstuhl erforderlich sind.
Seit mehr als 30 Jahren bietet die Diakonie Wuppertal Seniorenreisen an. Mit dem steigenden Durchschnittsalter der Teilnehmenden haben sich auch die Anforderungen an die Reiseziele verändert. Eine verlässliche medizinische Versorgung, barrierearme Wege, Sitzgelegenheiten sowie eine gut ausgebaute Infrastruktur mit Cafés, Geschäften und kulturellen Angeboten sind heute besonders wichtig. Kurbäder erfüllen diese Voraussetzungen in besonderem Maße und sind daher fester Bestandteil des Programms.
Zu den beliebtesten Zielen gehört Bad Kissingen. Die Kurstadt bietet neben ihren Anlagen auch ein vielfältiges kulturelles Angebot sowie eine überschaubare Innenstadt. Trotz der langjährigen Aufnahme ins Programm werden die Aufenthalte regelmäßig neu gestaltet. Neben gemeinsamen Ausflügen werden die Teilnehmenden dazu angeregt, ihre Umgebung selbstständig zu erkunden. Unterstützt wird dies durch vorbereitete Orientierungshilfen und kleine Erkundungsaufgaben.
Ein fester Bestandteil jeder Reise ist ein tägliches Bewegungs- und Orientierungstraining. Spaziergänge rund um die Unterkünfte helfen dabei, Sicherheit vor Ort zu gewinnen und Selbstständigkeit zu fördern. Die Teilnahme an den Programmpunkten ist freiwillig, dennoch wird auf gemeinsame Aktivitäten Wert gelegt, da sie das Gemeinschaftsgefühl stärken.
Viele Reisende leben allein und schätzen die Möglichkeit, während der Reisen neue Kontakte zu knüpfen. Freundschaften entstehen häufig und bestehen nicht selten über Jahre hinweg fort, auch im Alltag. Auffällig ist der geringe Männeranteil unter den Teilnehmenden. Von rund 500 Reisenden im vergangenen Jahr waren lediglich 66 Männer vertreten, was die soziale Dynamik innerhalb der Gruppen prägt.

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