Der Gaskessel in Heckinghausen prägt seit Jahren das Stadtbild Wuppertals und hat sich mit dem Visiodrom zu einem bedeutenden Kultur- und Veranstaltungsort entwickelt. Um den Fortbestand dieses Angebots dauerhaft abzusichern, wird der Betrieb künftig in der Rechtsform einer gemeinnützigen Gesellschaft mit beschränkter Haftung geführt.
Mit der Neuausrichtung endet die bisherige Organisation als klassische GmbH mit acht Gesellschaftern. Die Umstellung verfolgt das Ziel, die wirtschaftliche Grundlage des Visiodroms zu verbreitern und zusätzliche Fördermöglichkeiten zu erschließen. Durch die Gemeinnützigkeit kann der Betrieb verstärkt auf Unterstützung durch Unternehmen, Institutionen und Förderer setzen, ohne allein auf Einnahmen aus Eintrittsgeldern und Veranstaltungen angewiesen zu sein.
Der laufende Betrieb bleibt von der Umstrukturierung unberührt. Die rund 20 Beschäftigten des Visiodroms behalten ihre Arbeitsplätze, ebenso bleibt das Haus inhaltlich seiner bisherigen Linie treu. Die Verantwortlichen sehen die neue Struktur als strategischen Schritt, um den Kulturstandort langfristig stabil aufzustellen.
Mit jährlichen Besucherzahlen zwischen 100.000 und 170.000 zählt das Visiodrom zu den publikumsstarken Einrichtungen der Stadt. Der Betrieb eines technisch anspruchsvollen Kulturortes in einem denkmalgeschützten Bauwerk ist jedoch dauerhaft kostenintensiv. Überschüsse wurden bislang genutzt, um Ausstellungen, Technik und Infrastruktur weiterzuentwickeln und den Standort zu erhalten.
Die Gemeinnützigkeit bringt klare Vorgaben mit sich: Erwirtschaftete Mittel dürfen ausschließlich für satzungsgemäße Zwecke eingesetzt werden. Gleichzeitig eröffnet sie steuerliche Vorteile und verbessert die Voraussetzungen, externe Fördermittel einzuwerben. Damit soll auch die wachsende Bedeutung des Visiodroms als touristischer Anziehungspunkt für Wuppertal gestärkt werden.
Inhaltlich setzt das Visiodrom weiterhin auf immersive Ausstellungen mit großformatigen 360-Grad-Inszenierungen. Präsentiert wurden in der Vergangenheit unter anderem Ausstellungen zu Leonardo da Vinci und Vincent van Gogh. Die aktuelle van-Gogh-Schau ist noch bis Ostern zu sehen, weitere Ausstellungskonzepte befinden sich in Vorbereitung.
Künftig soll der Bildungsauftrag des Hauses stärker ausgebaut werden. Neben dem kulturellen Erlebnis rücken Angebote für Schulen und Bildungseinrichtungen stärker in den Fokus. Bereits heute besuchen jährlich zahlreiche Schulklassen das Visiodrom und erhalten begleitete Führungen zu reduzierten Eintrittspreisen. Dieses Angebot soll ausgeweitet und auch für Schulen aus anderen Städten geöffnet werden.
Neben Unternehmen und Institutionen sollen künftig auch die Bürger stärker in die Entwicklung des Visiodroms eingebunden werden. Ein entsprechendes Beteiligungsmodell befindet sich in Planung. Darüber hinaus soll der Skywalk auf dem Gaskessel stärker genutzt werden. Die Aussichtsplattform bietet einen besonderen Blick über Wuppertal und ergänzt das Angebot des Hauses. Der Gaskessel bleibt zudem als Veranstaltungsort für Formate unterschiedlicher Größe nutzbar.
Visiodrom stellt Betrieb auf gemeinnützige Basis um
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