Bauarbeiten unterbrechen Bahnverkehr zwischen Hagen, Wuppertal und Köln
Streckensperrung über den Jahreswechsel

von Daniel Dragon
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Auf der wichtigen Bahnverbindung zwischen Hagen, Wuppertal und Köln kommt es über den Jahreswechsel zu erheblichen Einschränkungen. Ab dem zweiten Weihnachtsfeiertag, 26. Dezember, um 21 Uhr wird die Strecke vollständig gesperrt. Die Unterbrechung dauert bis zum 2. Januar 2026, ebenfalls 21 Uhr. Anlass sind vorbereitende Arbeiten für eine umfassende Sanierung, die im kommenden Jahr umgesetzt werden soll.
Vorarbeiten für großangelegte Sanierung
Während der Sperrung führt die Deutsche Bahn umfangreiche Maßnahmen entlang der Strecke durch. Dazu zählen Rodungsarbeiten an Böschungen, um den Zugang zu Gleisen und technischen Anlagen zu erleichtern. Zusätzlich werden Bohrungen vorgenommen, um den Untergrund auf mögliche Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg zu überprüfen. Diese Maßnahmen sollen die eigentlichen Bauarbeiten ab 2026 beschleunigen.

Einschränkungen im Regionalverkehr

Der regionale Bahnverkehr ist in dieser Zeit stark betroffen. Mehrere Regionalexpress- und Regionalbahnlinien werden umgeleitet oder fallen auf einzelnen Abschnitten aus. So entfallen unter anderem Halte in Ennepetal und Schwelm. Teilweise ersetzt die Bahn Zugverbindungen durch Busse. Fahrgäste müssen je nach Strecke mit längeren Reisezeiten und Umstiegen rechnen.

Auswirkungen auf den Fernverkehr

Auch der Fernverkehr zwischen Köln und dem Ruhrgebiet bleibt nicht verschont. Zahlreiche ICE-Verbindungen werden über Düsseldorf umgeleitet oder vollständig gestrichen. Die Bahnhöfe in Hagen, Wuppertal und Solingen werden während der Sperrung nicht vom Fernverkehr bedient. Die Deutsche Bahn hat dazu detaillierte Übersichten zu Ausfällen und Umleitungen veröffentlicht.

Generalsanierung ab Februar 2026

Die Sperrung über den Jahreswechsel ist Teil der Vorbereitungen für eine umfassende Generalsanierung der Strecke zwischen Hagen, Wuppertal, Solingen, Haan und Köln. Von Anfang Februar bis Mitte Juli 2026 plant die Bahn die Erneuerung von rund 80 Kilometern Gleisen sowie die Sanierung von 28 Weichen. Auf etwa 30 Kilometern werden zudem Oberleitungen modernisiert.

Schallschutz und Bahnhofsmodernisierung

Parallel zu den Arbeiten an der Infrastruktur entstehen in mehreren Städten neue Schallschutzwände, unter anderem in Leverkusen-Opladen und Hagen-Haspe. Darüber hinaus sollen zwölf Bahnhöfe entlang der Strecke saniert und modernisiert werden, darunter der Wuppertaler Hauptbahnhof sowie die Stationen in Schwelm und Ennepetal-Gevelsberg. Diese Maßnahmen werden teilweise über den Zeitraum der Generalsanierung hinaus andauern.

Weitere Bauphase geplant

Nach Abschluss der Arbeiten im Jahr 2026 ist bereits die nächste Sanierungsphase vorgesehen. Für 2028 plant die Deutsche Bahn die Modernisierung des Streckenabschnitts zwischen Hagen und Hamm. Auch dabei ist erneut mit erheblichen Einschränkungen im Bahnverkehr zu rechnen.

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