Umbau zum Naturfreibad hat begonnen – Eröffnung für 2027 geplant
Mit dem offiziellen Start der Bauarbeiten beginnt für das Freibad Mirke in Wuppertal eine neue Phase. Die traditionsreiche Anlage, die zu den ältesten Freibädern Deutschlands zählt, wird zu einem modernen Naturfreibad mit biologischer Wasseraufbereitung umgebaut. Langfristig soll das Gelände ganzjährig als Stadtteilpark und Begegnungsort genutzt werden.
Verein übernimmt Verantwortung
Bereits seit 2011 liegt der Betrieb des Freibads in den Händen des Vereins Pro Mirke. Nachdem die Stadt Wuppertal das Bad aus dem Jahr 1851 im Jahr 2010 stillgelegt hatte, hielten engagierte Bürger die Anlage mit großem ehrenamtlichem Einsatz am Leben. Zuletzt diente ein kleines, in Eigenleistung errichtetes Becken als provisorische Lösung im ehemaligen Hauptbecken.
Ein entscheidender Fortschritt gelang im vergangenen Herbst mit der Erteilung der Baugenehmigung. Damit wurde auch der Zugang zu öffentlichen Fördermitteln möglich.
Finanzierung durch Bund und Stadt
Für den Umbau rechnet der Verein mit Fördermitteln in Höhe von rund drei Millionen Euro aus einem bundesweiten Programm zur Sanierung kommunaler Einrichtungen. Zusätzlich beteiligt sich die Stadt Wuppertal mit 300.000 Euro an dem Projekt. Die Finanzierung gilt damit als gesichert.
Neues Konzept mit ökologischem Anspruch
Im Zuge des Umbaus wird die Wasserfläche insgesamt verkleinert. Geplant sind getrennte Bereiche für Schwimmer und Nichtschwimmer, verbunden durch einen Steg. Für Kleinkinder entsteht eine eigene Wasserlandschaft. Das Bad wird künftig vollständig ohne Chlor betrieben. Stattdessen setzt der Verein auf ein natürliches Aufbereitungssystem, das an die historische Nutzung des Freibads anknüpft, das ursprünglich durch einen Bach gespeist wurde.
Anerkennung für ehrenamtliches Engagement
Die Stadt würdigte den langjährigen Einsatz des Vereins ausdrücklich. Trotz der Aufgabe des Freibads durch die Kommune sei es dem bürgerschaftlichen Engagement zu verdanken, dass der Standort erhalten geblieben ist. In Verbindung mit der Nordbahntrasse habe sich das Mirker Bad zu einem Beispiel dafür entwickelt, welchen Beitrag engagierte Bürger für die Stadt leisten können. Angesichts des knappen Angebots an Freibädern sei der Erhalt des Standorts für Wuppertal von besonderer Bedeutung.
Ausblick auf die Fertigstellung
Der Verein Pro Mirke verfolgt das Ziel, das neue Naturfreibad als Ort für Familien und Nachbarschaft langfristig zu sichern. Nach aktuellem Planungsstand soll der Umbau im Jahr 2027 abgeschlossen sein.
Bürgerengagement sichert Zukunft des Freibads Mirke
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