Düsseldorf – Die Deutsche Bahn bereitet die für Februar 2026 angesetzte umfassende Erneuerung der Bahnverbindung zwischen Hagen, Wuppertal und Köln vor. Damit die großangelegten Arbeiten pünktlich beginnen können, führt die DB InfraGO vom 26. Dezember 2025 bis zum 2. Januar 2026 erste Maßnahmen entlang der Strecke durch. Dazu gehören das Zurückschneiden der Vegetation sowie systematische Bodenuntersuchungen zur Lokalisierung möglicher Hinterlassenschaften aus dem Zweiten Weltkrieg. Fachkräfte setzen hierfür spezielle Bohrtechnik ein, um metallische Objekte im Erdreich sicher auszuschließen.
Ersatzangebote und Einschränkungen im Nahverkehr
Während der einwöchigen Vorarbeiten müssen sich Reisende im Regionalverkehr auf zahlreiche Anpassungen einstellen. Die Verkehrsunternehmen haben hierfür ein umfassendes Ersatzkonzept ausgearbeitet.
RE 4: Die Linie wird über eine alternative Route zwischen Düsseldorf Hauptbahnhof und Hagen Hauptbahnhof geführt. Schwelm und Ennepetal werden nicht bedient. Empfohlen werden Verbindungen der Linien S 8, S 9 und die Buslinie 551.
RE 7: Der Abschnitt zwischen Köln Messe/Deutz und Hagen Hauptbahnhof entfällt vollständig. Als Ersatz fahren Schnellbusse über Leverkusen Mitte, Solingen Hauptbahnhof und Wuppertal Hauptbahnhof sowie zusätzliche Busse mit allen Zwischenhalten.
RE 13: Diese Linie folgt ebenfalls einer Umleitung zwischen Düsseldorf und Hagen. Der Halt in Ennepetal entfällt, Alternativen entsprechen denen der Linie RE 4.
RE 49: Zwischen Velbert Langenberg bzw. Velbert-Nierenhof und Wuppertal Hauptbahnhof verkehren keine Züge. Reisende können auf die S 9 ausweichen.
RB 48: Der Betrieb zwischen Köln Messe/Deutz und Wuppertal-Oberbarmen ruht. Ein Ersatzverkehr mit Bussen verbindet Köln-Mülheim mit Wuppertal Hauptbahnhof. Zusätzlich sind Schnellbusse zwischen Leverkusen-Rheindorf und Solingen Mitte unterwegs. Auf dem Abschnitt innerhalb Wuppertals stehen mehrere andere Linien zur Verfügung.
S 7: Zwischen Wuppertal Hauptbahnhof und Remscheid-Lüttringhausen wird ein Busverkehr eingerichtet.
S 8: Die Linie fährt in reduziertem Angebot, mit vereinzelten Ausfällen zwischen Wuppertal Hauptbahnhof und Wuppertal-Oberbarmen. Die S 9 bietet Ausweichmöglichkeiten.
S 9: Züge lassen die Stationen Hagen-Westerbauer und Hagen-Wehringhausen aus. Die S 8 dient hier als Ersatz.
S 28: Der Abschnitt zwischen Wuppertal-Vohwinkel und Wuppertal Hauptbahnhof wird nicht bedient. Alternativen bestehen über S 8 und S 9.
Fernverkehr über Düsseldorf umgeleitet
Im Fernverkehr werden die meisten Züge zwischen Köln und Dortmund über Düsseldorf geführt oder komplett gestrichen. Die Stationen Solingen, Wuppertal und Hagen werden während des Zeitraums nicht angefahren. Alle Änderungen sind in den digitalen Fahrplanauskünften hinterlegt und vor Ort in Aushängen einsehbar.
Großprojekt mit weitreichenden Auswirkungen
Der Korridor zwischen Hagen, Wuppertal und Köln gehört zu den wichtigsten Eisenbahnstrecken Nordrhein-Westfalens. Die Generalsanierung soll den Abschnitt nachhaltig stabilisieren und die Betriebsqualität steigern.
Zwischen Februar und Juli 2026 erneuert die DB über 80 Kilometer Gleis, 28 Weichen und fast 30 Kilometer Oberleitung. Zudem entstehen rund vier Kilometer neue Schallschutzwände, die die Lärmbelastung für die Anwohner deutlich reduzieren sollen.
Parallel modernisiert die Bahn zwölf Stationen entlang der Strecke. Schwerpunkte sind Barrierefreiheit, eine optische Aufwertung und verbesserte Aufenthaltsqualität. Davon profitieren unter anderem die Bahnhöfe in Leverkusen-Manfort, Schwelm, Ennepetal und der Wuppertaler Hauptbahnhof. Die Arbeiten an den Bahnhöfen laufen teilweise über den Zeitraum der Generalsanierung hinaus weiter.
Generalsanierung rückt näher: Bahn startet vorbereitende Arbeiten zwischen Hagen, Wuppertal und Köln
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